Am 17. Tag haben wir uns nach einem sehr leckeren und reichhaltigen Frühstück wieder auf die Räder geschwungen, um nach Bratislava zu fahren. Mit dem Fahrrad aus Wien rauszufahren ist gar nicht so leicht, weil die Radwege in Wien uns nicht immer gut ersichtlich sind. Auf einer Bus-, Taxi- und Fahrradspur wurden wir von einem radelnden Ehepaar angesprochen, ob wir nicht mit zu einem Radfest in der Wiener Innenstadt wollen, dort gebe es viel zu bieten für Radfahrende. Kurz entschlossen sind wir mit ihnen mit, wir waren eh schon in der Nähe.

Da war Musik, Lautsprecher, Halfpipes für irgendwelche Radstunts, alle möglichen Stände von Fahrradmarken und Fahrradzubehör-Marken. Man konnte Fahrräder probefahren, auch E-Bikes, Helme, Schlösser, Warnwesten und viel mehr kaufen. Uns war da zu viel Trubel, also sind wir noch ein kurzes Stück mit der RADpaRADe mitgefahren und dann noch weiter auf einer 4-spurigen Straße, die für die RADpaRADe gesperrt war, aber da diese schon vorbei war, hatten wir diese große Straße autofrei für uns!


Also versuchten wir weiter, den Radweg aus Wien rauszufinden, um den Donauradweg zu finden. Klingt einfach, aber die richtigen Schilder haben sich wohl vor uns versteckt… So standen wir einmal plötzlich am Ende NOCH einer Donauinsel und durften wieder 2 km zurückfahren, um den richtigen Weg nochmal zu suchen. Den richtigen Gravelbikern hinterher und weiter ging es in Richtung Bratislava!
Dann trafen wir einen Vater mit seinem Sohn, der sein Fahrrad bestimmt liebte, denn er schob es. Der Sohn radelte fröhlich nebenher. Wir fragten, ob wir helfen könnten und zum Glück brauchte er nur eine Luftpumpe, da aus seinem tubeless Reifen die ganze Luft raus war. Damit konnten wir helfen und die beiden waren sehr froh und wir auch, dass wir helfen konnten.
Kurz nach diesem schönen Ereignis war der tolle asphaltierte Radweg wegen Hochwasser gesperrt und wir wurden durch den Wald geleitet mit wenigen Schildern… Also noch ein Umweg, naja…
Irgendwann fanden wir den richtigen Radweg wieder, es begann leicht zu nieseln, aber wir hatten auch schönen Rückenwind und konnten der Slowakei beinahe easy entgegenradeln. Schon bald tauchten Ausläufer von Bratislava am Horizont auf, auch wenn die Schilder sich in der Stadt vorher nicht ganz einig waren, ob es nun noch 18 oder 11 km bis dorthin sind.

Wir freuten uns schon darauf, in ein Land zu kommen, wo wir die Sprache nicht verstehen und da fuhren wir auch schon über die Grenze und sind jetzt in der Slowakei. Wir verstehen die Schilder wirklich nicht, die Menschen sind bis jetzt auch ohne Sprache sehr nett 🙂
Mit einem kleinen wunderschönen Umweg in Bratislava über Kopfsteinpflaster haben wir unsere Unterkunft gefunden und überlegen nun, wo es morgen so für uns hingeht.

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