In Budapest haben wir einen schönen sonnigen Tag verbracht, haben uns die Stadt und die Brücken angeschaut und leckeres Essen gegessen, waren aber auch froh, als es am Freitag, 21. April, unserem 22. Tag wieder raus aus der Stadt ins Ländliche ging… Der Weg aus Budapest heraus verlief an einem Kanal der Donau entlang. Da waren meist links Häuser bzw. Häuschen und rechts direkt am Kanal kleine Stege. Auf den Stegen saßen oft Angler, manchmal auch mit Angler*innen. Am Anfang war das noch ganz witzig, die ganzen angelnden Menschen zu sehen, aber es höre gar nicht mehr damit auf… Zwischendrin ging es mal über einen Bahnübergang und über eine Brücke und weiter ging es mit angelnden Menschen am Kanal…


In einem Dorf fanden wir einen kleinen Lángos-Stand, wo wir bei einer richtig lieben Frau leckere ungarische Lángos genießen konnten, bevor es wieder weiterging.
Zum Glück hatten wir an dem Tag genug Energie nach dem Tag Erholung in Budapest, dass wir 90 km geradelt sind und für uns irgendwann einen schönen Platz bei einer Holunderplantage zum Zelten gefunden haben, noch Nudeln mit Tomatensauce gekocht haben und uns schlafen legten.

Am nächsten Tag fuhren wir wieder eher durch Dörfer an der Donau entlang und fanden mittags einen schönen Platz zum Pause machen. Um von dort wieder auf eine schönere Route zu kommen, fanden wir die richtigen Schilder irgendwie nicht, also zeigte uns das Navi einen direkten Weg an, der sich aber als toller Feldweg, also eher Holperpiste herausstellte. Naja, was solls, da fahren wir natürlich durch und schüttelten uns, unsere Fahrräder und all unsere Taschen durch…

Aber wenigstens war wieder richtig schönes Wetter und Karin musste sich schon ihr langärmeliges Hemd anziehen, weil die Arme schon leicht rot vom Tag vorher waren… So fuhren wir weiter an der Donau entlang, bis wir keine Lust mehr hatten und suchten uns wieder einen schönen Platz zum Zelten und Kochen.
Am nächsten Tag taten morgens nach wenigen Kilometern schon Karins Füße weh, also bauten wir die Pedale an, die wir vorsorglich schon in Wien gekauft hatten und es wurde besser. So machten wir immer wieder kleine Pausen, um die Füße auszuruhen, Wasser zu trinken und uns mit Sonnencreme einzucremen, da es ein richtig schöner sonniger Sonntag war.

Eigentlich wollten wir uns nen Campingplatz suchen, aber dann dachten wir, wir finden auch so nen schönen Platz, also haben wir uns wieder ein Plätzchen im Wald in der Nähe der Donau gesucht.
Allgemein war das ganze Wochenende wohl Rasenmäh-Wochenende, überall wurde gemäht, vor allem mit Motorsensen, die sind hier in Ungarn wohl das Mittel der Wahl. Leider haben wir wirklich wenig ungarisch gelernt, weil wir die Sprache echt schwierig finden… Auf Schildern und Verpackungen könnten wir nichts entziffern, aber wir konnten wenigstens die Menschen begrüßen und uns bedanken – „Közönöm!“
Am Montag, unserem 25. Tag, standen wir richtig früh auf und genossen den noch kühlen frischen Tag!

Am Vormittag fuhren wir erst an der Grenze zu Serbien (EU-Beitrittskandidat) entlang und ziemlich genau um 10 Uhr über die Grenze. Es war für uns ziemlich komisch, am Stacheldraht entlang zu fahren, da wir doch so gerne hätten, dass alle Menschen „Erdenbürger*innen“ sind. Und auch an der Grenze waren wir etwas aufgeregt, da es unsere erste „richtige“ Grenzüberquerung auf unserer Reise war. Stellt euch vor, wie wir mit unseren Fahrrädern an der Grenzkontrolle ankamen, Stempel in die Pässe bekamen und die Schranke für uns aufgemacht wurde…
Kaum in Serbien angekommen fing der Regen an, dieses mal haben wir uns im richtig Moment dazu entschlossen, unsere Regenausrüstung anzuziehen, und so fuhren wir die 30 Kilometer bis zu unserem heutigen Ziel, der Stadt Sombor durch den Regen.

In Sombor rollten wir etwas durch die Stadt, suchten eine Wechselstube und gingen dann erst mal richtig leckere Torte essen, bis wir in unsere Unterkunft konnten, wo wir uns und die Klamotten trocknen konnten.

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