Am Sonntag, dem 30.4.23 wurden wir um ca. 6 Uhr von einem „Staubsauger“, wie ich es beim Aufwachen nannte, geweckt. Es war aber eine pneumatische Sämaschine auf dem Feld nebenan. Also waren wir eh schon wach, um alles einzupacken und loszuradeln. Gefrühstückt haben wir im Park im nächsten Dorf. Wir wollten die Fähre zur Südseite der Donau um 11:30 Uhr nehmen, daher radelten wir geschwind dorthin, um noch einen Platz darauf zu kriegen. Wir waren um 10:40 Uhr da und vor uns schon 5 Autos.

Diese Fährfahrt war wirklich ein Ereignis, vom Warten bis zum Anlegen! Es stellten sich immer mehr Autos in die Schlange, auch ein Minibus, zwei Motorräder und ein mittelgroßer LKW. Um 11:30 Uhr kam die Fähre und wir sahen, dass wohl nicht alle Autos in der Schlange auf die Fähre passen würden. Zuerst musste mit dem vorhandenen Schotter an der Anlegestelle und auf der Schiffsrampe ein Übergang für die Autos geschaufelt werden.

Dann durften die 5 Autos von der Fähre runterfahren und es konnte losgehen, die Schlange auf unserer Seite aufs „Floß“ zu lassen. Die Motorräder und wir mit unseren Fahrrädern wurden kurz vor Ende dazwischengequetscht und dann durfte der LKW noch drauf, was vorher stark diskutiert wurde vom „Kapitän“ und seinen Helfern. Dann ging es endlich los, 20 Minuten Fährfahrt für ca. 5 Euro pro Fahrrad mit Mensch. Genug Zeit, um Fotos zu machen und unseren ersten Sticker zu verewigen.



Das Anlegen war auch spektakulär, da das Boot ziemlich schnell zum Anlegen gedreht werden sollte und dann mit immer noch zu wenig Drehung an Land „feststeckte“. Aber mit mehr Motorkraft ging es und wir kamen glücklich und heile von der Fähre.

An Land ging es direkt 50 Höhenmeter hoch und dann allmählich in einer langen Abfahrt wieder runter.

Um ca. 15 Uhr machten wir in einer Stadt, die da grade war, Pause in einer Bäckerei. Da saß eine Familie neben uns, die unsere Fahrräder anschaute und uns dann fragte, wo wir herkommen. Sie sprachen auch deutsch, wobei der Vater hierher kommt. Sie meinten, dass sie sich so eine Reise nie mit dem Fahrrad zutrauen würden und wollten ein E-Bike erfinden, das hinteren eine Solarzelle für den zweiten Akku hat und so quasi unendlich weiterfahren kann. Aber das können wir ja auch ohne Akku 🙂 Sie gaben uns noch Empfehlungen für unsere Route und dann fuhren wir auch schon weiter an der Donau entlang. Die Straße verlief nun eigentlich direkt an der Donau, die Aussicht war fast pausenlos superschön.

Als es Abend wurde, fanden wir einen total gemütlichen Campingplatz mit kleiner Küche und ganz viel Platz. Wir hatten auch noch Musik zu einschlafen, die von Rumänien (auf der anderen Seite der Donau) herüberklang. Es ist ja der Tag des Tanzes in den Mai! Hätten wir daran gedacht, hätten wir das vielleicht auch ausgiebig gefeiert 😀

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