(12) Von Belgrad wieder aufs Land

In Belgrad gibt es keine U-Bahn, aber ein gutes Bussystem und schöne alte Trams. Da uns teilweise Füße und Knie weh taten, kauften wir ein Tagesticket für den öffentlichen Stadtverkehr und fuhren mit dem Bus ins Zentrum, fuhren immer wieder mit der Tram und schauten uns das Leben in Belgrad an. Auf einem Markt, den wir besuchten, gab es noch keine große Gemüseauswahl, aber schon die ersten Erdbeeren. Abends waren wir doch wieder müde, weil wir mehr gelaufen waren als wir wollten… Aber am nächsten Tag, dem 29.4.23, waren wir morgens wieder fit für den Weg mit dem Rad durch die Stadt. Teilweise gab es schöne Radwege an großen Straßen entlang, teilweise hörten die dann aber auch einfach auf, naja, das kennen wir ja schon. Kurz vor dem Ende der Stadt überquerten wir auf einer Auto-, Zug- und natürlich Fahrradbrücke die Donau, um auf den Radweg auf der Nordseite der Donau zu gelangen.

Achtung, hier könnten auch Radfahrer fahren!

Von dort führte der Radweg erstmal eine Weile holprig auf dem Damm entlang, wir konnten leider die schöne Aussicht auf das Naturschutzgebiet nicht so genießen, weil wir auf den Weg achten mussten, aber eigentlich war es ein sehr schöner Weg.

Kurze Pause am Radweg, der wohl nicht so oft genutzt wird
Und weiter ging es auf dem Grasweg

Trotzdem entschieden wir uns nach einigen Kilometern, zum Schutz unserer Handgelenke für das Fahren auf der Straße, die zum Glück nicht viel befahren war. So durften wir wieder ein paar serbische Dörfer auf dem Weg erleben.

War das in Gaj? Oder das Dorf danach?

Abends trafen wir zwei Serben auf Gravelbikes, die aber nicht viel schneller als wir unterwegs waren. Wir unterhielten uns kurz mit ihnen, und sie meinten, sie wollen den serbischen Teil der Donau abfahren und seien heute schon etwas müde, deshalb seien sie nicht mehr so schnell. Kurz danach fanden wir eine kleine Obstplantage, die frisch mit der Motorsense gemäht war und wo wir gut unser Zelt drin aufbauen konnten. Beim Kochen sahen wir noch, wie ein Feld in der Ferne eingesät wurde. Die Nacht war unglaublich leise und wir konnten sehr gut schlafen.

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