(14) „Das eiserne Tor“

Es ist der 1. Mai 2023, es ist Feiertag in Serbien, die Läden sind geöffnet. Wir sind halbwegs früh aufgestanden, weil wir einen bergigen Tag vor uns hatten. Naja, aber dann haben wir gemütlich gefrühstückt und noch mit den anderen Campern geredet. Eine deutsche Familie, die in Belgrad wohnt, war mit einem richtig schönen VW-Bulli da und 4 Russ*innen saßen abends noch am Lagerfeuer und eine von ihnen verabschiedete uns mit: „Safe travels, you are my heroes!“

Unser Zelt morgens auf dem Campingplatz „Azin“ bei dem Dorf Dobra

Nach dieser schönen Verabschiedung ging es weiter an der serbischen Seite der Donau mit Blick auf Rumänien auf der anderen Seite der Donau. Die Straße war nicht viel befahren, wahrscheinlich auch wegen des Feiertags. Die Campingplatzbesitzerin sagte uns schon, dass wir heute viele Tunnels durchfahren werden. Ich wollte sie zählen, hab aber nach 5 oder 7 schon aufgegeben, es waren so um die 20 zwischen 40 und 360 Metern Länge.

Im Tunnel fühlte es sich ein bisschen wie in einer Geisterbahn an

Bei zwei Längeren gab es bei der Einfahrt einen Knopf für Radfahrer*innen, um den Kraftfahrer*innen zu zeigen, dass sich Fahrräder im Tunnel befinden. Bei einem Tunnel ging der Knopf leider nicht.

Die Idee, eine Warnung für Autofahrer*innen am Tunneleingang zu machen, wenn Radfahrende im Tunnel sind, finden wir gut

Schon bald kam unser erster Anstieg von nur ca. 100 Höhenmetern, wo die Straße zum Glück bergauf zweispurig war, gut für uns und die Kraftfahrzeuge. Wir machten Musik in unserem kleinen Taschenradio an, dann ging es leichter den Berg hinauf. Oben angekommen gab es Bananen 🙂

Oben angekommen fühlt es sich ganz gut an

Mittagspause machten wir in Donji Milanovac in der Sonne direkt an der Donau.

Ja, die Donau macht hier echt einen Bogen, auch wenn das ein recht schlechtes Panoramabild ist…

Aber wir wollten ja noch weiter und weitere Höhenmeter erklimmen. So ging es weiter durch die Tunnels und hinauf auf 180 m über die Donau. Immer entlang der umfangreichsten Flussschlucht Europas. Da das Ganze touristisch sehr erschlossen ist und es vermutlich schon genug dazu zu sehen und zu lesen gibt, bleibt es hier einfach nur bei der Erwähnung, dass diese Schlucht das „Eiserne Tor“ genannt wird.

„Das Eiserne Tor“ von der einen Seite,…
… wir auf dem Weg den Berg hinauf…
und von der anderen Seite (man erkenne den Weg hinauf)

Die Abfahrt war leider viel zu kurz für den langen Anstieg, aber trotzdem sehr schön, wir hatten eine weiterhin wunderbare Aussicht auf die Donauschlucht. Und kaum waren wir unten, waren wir schon in unserem heutgen Zielort Tekija (wird übrigens auf der ersten Silbe betont, nicht wie Tequila). Wir hatten gelesen, dass es hier einen Stadtstrand gibt, wo man auch zelten darf. Es war eher Flusskiesel als Strand, aber ein guter Platz für uns mit unserem Zelt direkt an der Donau.

Was für ein schöner Ort zum Zelten…

Eine Antwort zu „(14) „Das eiserne Tor“”.

  1. Das Eiserne Tor erinnert mich an Jim Knopf und seinen Weg in die Drachenstadt.
    Gute Fahrt, weiterhin.

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