Es ist der 1. Mai 2023, es ist Feiertag in Serbien, die Läden sind geöffnet. Wir sind halbwegs früh aufgestanden, weil wir einen bergigen Tag vor uns hatten. Naja, aber dann haben wir gemütlich gefrühstückt und noch mit den anderen Campern geredet. Eine deutsche Familie, die in Belgrad wohnt, war mit einem richtig schönen VW-Bulli da und 4 Russ*innen saßen abends noch am Lagerfeuer und eine von ihnen verabschiedete uns mit: „Safe travels, you are my heroes!“

Nach dieser schönen Verabschiedung ging es weiter an der serbischen Seite der Donau mit Blick auf Rumänien auf der anderen Seite der Donau. Die Straße war nicht viel befahren, wahrscheinlich auch wegen des Feiertags. Die Campingplatzbesitzerin sagte uns schon, dass wir heute viele Tunnels durchfahren werden. Ich wollte sie zählen, hab aber nach 5 oder 7 schon aufgegeben, es waren so um die 20 zwischen 40 und 360 Metern Länge.

Bei zwei Längeren gab es bei der Einfahrt einen Knopf für Radfahrer*innen, um den Kraftfahrer*innen zu zeigen, dass sich Fahrräder im Tunnel befinden. Bei einem Tunnel ging der Knopf leider nicht.

Schon bald kam unser erster Anstieg von nur ca. 100 Höhenmetern, wo die Straße zum Glück bergauf zweispurig war, gut für uns und die Kraftfahrzeuge. Wir machten Musik in unserem kleinen Taschenradio an, dann ging es leichter den Berg hinauf. Oben angekommen gab es Bananen 🙂

Mittagspause machten wir in Donji Milanovac in der Sonne direkt an der Donau.

Aber wir wollten ja noch weiter und weitere Höhenmeter erklimmen. So ging es weiter durch die Tunnels und hinauf auf 180 m über die Donau. Immer entlang der umfangreichsten Flussschlucht Europas. Da das Ganze touristisch sehr erschlossen ist und es vermutlich schon genug dazu zu sehen und zu lesen gibt, bleibt es hier einfach nur bei der Erwähnung, dass diese Schlucht das „Eiserne Tor“ genannt wird.



Die Abfahrt war leider viel zu kurz für den langen Anstieg, aber trotzdem sehr schön, wir hatten eine weiterhin wunderbare Aussicht auf die Donauschlucht. Und kaum waren wir unten, waren wir schon in unserem heutgen Zielort Tekija (wird übrigens auf der ersten Silbe betont, nicht wie Tequila). Wir hatten gelesen, dass es hier einen Stadtstrand gibt, wo man auch zelten darf. Es war eher Flusskiesel als Strand, aber ein guter Platz für uns mit unserem Zelt direkt an der Donau.


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