Der 2. Mai ist in Serbien auch noch Feiertag, aber die Läden hatten ja offen, so konnten wir unsere letzten serbischen Dinar in Tekija in Brot, Reis, Soße und Kekse investieren, bevor wir nach 15 Kilometern die Grenze nach Rumänien überquerten. Jetzt sind wir wieder in der EU, die Währung sind Lei. Und anscheinend haben die uns einfach eine Stunde Zeit an der Grenze geklaut. Naja, jetzt geht die Sonne erst um ca. halb 7 auf und um halb 9 Uhr abends unter.
Bis zur Grenze ging es nach Osten mit Wind aus Osten – schlechte Kombination für Radelnde… Aber wir kamen halbwegs gut voran, obwohl es ziemlich anstrengend war.
Die Grenze lag nördlich bzw. südlich einer Brücke an einem Wasserkraftwerk. Auf der Brücke fragten wir uns: „Wo sind wir jetzt eigentlich?“. Am Einreiseschalter fragte uns die Dame, wohin wir heute fahren. Wir haben uns auf die Frage vorbereitet und irgendein Dorf in erradelbarer Distanz nach der Grenze ausgesucht. Die Frau schaute etwas verwundert und fragte, warum wir genau dorthin wollen, das sei ein Dorf mit vielen „Gypsys“. Wir haben gefragt, ob es in den Dörfern drumherum auch „unsicher“ sei und sie sagte: „Nein, nur dort.“ Dann sagten wir: „Ok, wir fahren in ein Dorf davor oder dahinter“, das gefiel ihr besser. Naja, an der nächsten Grenze bereiten wir uns vielleicht ein bisschen besser darauf vor und schauen uns an, wo wir hinwollen… 🙂
Nach der Grenze ging es nicht ohne eine viel befahrenen Straße mit einigen LKWs in die nächste Stadt Drobeta-Turnu Severin. Hier gab es nen netten Radweg am Park entlang, aber wir waren nicht mehr so motiviert, heute viel zu fahren. Wir hoben erstmal Geld ab.

Die Karte sagte uns, dass wir noch ca. 15 km in Richtung Osten fahren mussten und dann macht die Donau einen Schlenker, sodass es danach nach Westen ging – das passt schon besser mit dem Wind aus Osten! Die Kurve der Donau war echt eine Wohltat, wegen des Windes, aber auch, weil wir dann auf eine gemütliche kleine Straße ohne LKWs abbiegen durften.


Auf dieser blieben wir noch ein paar Kilometer, bis wir einen schönen Platz zwischen den Feldern für unser Zelt fanden. Nebenan pflügte ein Bauer noch bis Sonnenuntergang mit seinem 2-Schar-nicht-Wende-Pflug sein Feld


Hinterlasse einen Kommentar