(17) Endlich Erdbeeren

Am 3.5.2023 kamen wir am späten Nachmittag in einem Dorf namens Salcia an. Dort gab es eine Unterkunft in einem Häuschen, wo wir relativ spontan entschieden, zwei Nächte zu bleiben, da es den nächsten Tag kühl und regnerisch sein sollte. Die Vermieterin war total lieb, und auch wenn wir keine gemeinsame Sprache sprachen, zeigte und erklärte sie uns alles in ihrem Obst- und Gemüsegarten. Am freien Tag machten wir einen Spaziergang durchs Dorf und da hörten wir Pauken, Trompeten gemischt mit Autogehupe. Wir fragten uns, was das zu bedeuten habe und schauten, was da für ein Umzug auf uns zu kam. Zuerst fuhren 3 Autos mit Handtüchern an den Außenspiegeln voran, dahinter fuhr ein Transporter mit einer verstorbenen Person darauf, um sie herum viele Blumen und drei Menschen an ihrer Seite. Hinterher liefen 20-25 Menschen in teilweise schwarzer Kleidung und ganz am Schluss die Musikkapelle. Sie liefen durchs Dorf und immer wieder schlossen sich Menschen an, die aus ihren Häusern kamen. Wir blieben stehen, versuchten, nicht zu viel Aufmerksamkeit zu erregen und gingen in die andere Richtung. Beeindruckend!

Kurz bevor es wieder weiter geht


Am Tag danach fuhren wir nach einem gemütlichen Frühstück weiter gen Osten an der Donau entlang. Das war der erste Tag, der uns warm genug schien, in kurzer Hose zu fahren. Und es war auch schön warm! Der Fahrtwind kühlte uns und es fühlte sich wie ein schöner Frühlingstag an. Blöd nur, dass an diesem und an den nächsten Tagen der Wind aus Osten, also uns genau entgegen wehen sollte.
Wir machten das Beste daraus und nahmen uns einfach nicht so viele Kilometer pro Tag vor, es wurden an den nächsten 3 Tagen so zwischen 70 und 80 Kilometer. Am dritten Tag durften wir in einem großen und gemütlichen Haus eines warmshowers-hosts übernachten. Die Familie selbst war nicht da, aber die Nachbarin zeigte uns alles und wir konnten die warme Dusche genießen, in der Küche kochen und mit den Katzen im Garten spielen.

Was dazwischen so geschah:

Ganz selten bekommen wir Gewächshauser zu sehen. Hier waren die ersten roten Tomaten zu sehen
Häufig war es eher flach und auf beiden Seiten von uns waren große Felder. Am Gras an der Seite kann man den Wind ganz gut erahnen

Simon träumte schon seit einigen Tagen von Erdbeeren und plötzlich stand da wir aus dem Nichts ein Erdbeer-Stand an der Straße. Der Preis kam uns anfangs zwar etwas teuer vor, aber nach dem Kauf schenkte uns die Händlerin noch ne ganze Schale dazu. So konnten wir die nächsten paar Kilometer unsere Erdbeeren aus der Lenkertasche genießen! Und dazwischen grüßen wir immer wieder gerne die Menschen, die so am Straßenrand sitzen und uns „Hallo!“, „Auf Wiedersehen!“ oder „Gute Reise!“ zurufen.
Ja, nach dem einen Tag in kurzer Hose sind jetzt erstmal wieder lange Hosen angesagt, denn die Sonne hat unsere noch nicht daran gewöhnten Oberschenkel leicht rot gefärbt…
Achja, Pferde! Die sieht man hier immer wieder. Mal vor Karren gespannt, manchmal am Straßenrand angeleint oder mitten auf ner Wiese.

Da steht ein Pferd
Das ist kein Pferd, aber Esel sehen wir auch seltener


Störche sehen wir hier auch immer wieder, auf Wiesen oder in Nestern auf Strommasten.

Dieses Bild hätten wir in jedem Dorf hier machen können

Eine Antwort zu „(17) Endlich Erdbeeren”.

  1. Avatar von Erdbeeren lecker
    Erdbeeren lecker

    Erdbeeren musstet ihr euch natürlich gönnen – natürlich musstet ihr euch Erdbeeren gönnen! 😀

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