Wir verbrachten einen schönen und heißen Tag in Izmir, an dem wir im besten Fahrradladen der Stadt Ersatzteile für Simons Fahrradtasche bekamen einen neuen Gepäckträger für Karins Fahrrad kauften. Am Abend vorher war der einfach abgebrochen, als das Fahrrad kein Gepäck hatte. Am Tag drauf, am Donnerstag, 8.6. ging es wieder aufs Fahrrad. Wir bekamen noch leckeres Frühstück und fuhren dann mit den Fahrrädern nochmal zu dem Fahrradladen, um dort übrige Teile der Tasche zurückzubringen und einen anderen Reiseradler zu treffen.

Dann ging es aber wirklich los in Richtung Süden aus Izmir raus.


Dabei fuhren wir eine schöne kleine Straße, die rechts und links gesäumt war von Obstbäumen… Etwas weiter draußen war die Landschaft voll mit Gewächshausern mit Gurken, Tomaten, Auberginen, Rosen und anderen Blumen.

Wir wollten heute bis an einen See, der etwa 50 km entfernt war fahren, um dort vielleicht zu zelten. Als wir dort waren und einen Händler fragten, ob das möglich sei, verneinte er. Er gab uns aber den Tipp, dass in ca. 20 Kilometern ein kostenloser Campingplatz am Mittelmeer sei. Na dann fuhren wir eben weiter. Es wurde immer windiger und die Wolken dunkler, aber es ging weiter bergab zum Meer, also fuhren wir frohen Mutes immer weiter bis zum Meer, wo es so aussah, als wäre das Gewitter an uns vorbeigezogen.

Wir kamen an dem Campingplatz an und bauten zuerst schnell unser Zelt bei anderen Radlern auf. Sie waren aus dem Iran und meinten, im Iran sei zwar der Verkehr nicht so schön wie hier in der Türkei, aber die Menschen sind wie Freunde und man könne dort gut Radfahren. Wir kochten Bulgur mit Mais und aßen leckerste gefüllte Weinblätter dazu. Es wurde auch schon dunkel und wir gingen schnell noch Zähne putzen am anderen Ende des Campingplatzes. Gerade als wir zum Zelt zurückliefen, fing es an zu regnen. Wir krochen schnell ins Zelt und hörten dort dem Regen und dem Donner zu, bis wir glücklich einschliefen.
Am 9.6.23 war unsere erste Aktion nach dem Aufwachen erstmal, im Meer zu baden. Herrlich! Wir hatten am Abend zuvor wirklich noch einen schönen Ort gefunden, umsonst campen mit WC, Spülbecken und Außendusche und das am Meer! Aber wir wollten auch weiter und mehr entdecken, also ging es nach einem guten Frühstück weiter in Richtung Südosten. Kaum waren wir aus dem Dorf Ahmetbeyli raus, ging es schon den ersten Hügel rauf, und das bei mindestens 27 Grad. Aber dafür kam ja kurz danach gleich wieder die Abfahrt am Meer entlang.

Später fuhren wir weiter in Richtung Selçuk, wo es eine touristische Attraktion zu sehen gibt! Ob wir da hinfahren? Mal sehen…
Eine ganze Weile lang fuhren wir über kleine Straßen durch Plantagen: Granatapfel, Zitrus, Quitte und Pfirsich.




Und wir fuhren auch an Gewächshäusern voll mit Bananen vorbei! Leider war nichts davon reif, daher naschen wir weiter Maulbeeren, die sind hier gerade überall reif. Und Pfirsiche, Aprikosen und Kirschen gibt es auf den Märkten zu kaufen. Wir kamen in Selçuk an und machten erstmal Mittagspause im Park.
Dann fuhren wir nach Efes/ Ephesus, wo das Fahrrad tatsächlich keine Parkgebühren zahlen muss. Aber der Eintritt war uns dann noch zu teuer, also haben wir fast die antike griechische Stadt Ephesus gesehen 😉
Wir fuhren lieber noch zwei Hügel rauf und in einer langen Abfahrt wieder runter und kauften uns Eis im Supermarkt auf dem Weg. Abends fanden wir ziemlich schnell einen schönen Platz für unser Zelt, mal wieder in einem Olivenhain.

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