Der Campingplatz lag fast direkt am Meer und vom Zelt aus konnten wir schon den Anstieg sehen, den wir heute am 17. Juni 2023 erklimmen durften. Also fuhren wir mit allem los und hinauf. Zum Glück war es heute etwas bewölkt, also war es etwas kühler. Auf etwa 50 Höhenmetern sahen wir eine Hündin neben Autos liegen, die sich kurzerhand entschloss, uns zu begleiten. Sie rannte neben uns her und später ging sie ganz gemütlich den Berg hinauf und wartete immer wieder auf uns, so als wären wir ihr viel zu langsam.

Wenn uns ein Auto entgegenkam, bellte sie das Auto an, als würde sie uns vor dem Auto beschützen wollen. Sie lenkte uns sehr gut von den Anstrengungen der ersten Höhenmeter ab, da wir immer wieder nach ihr schauten. Auf ca. 150 Metern hielten wir am Straßenrand an, um die Aussicht zu genießen und etwas zu trinken. Simon bastelte aus einer herumliegenden Flasche einen Wassernapf und gab unserer Begleiterin auch Wasser zu trinken.


Einige Kilometer weiter, auf etwa 200 Höhenmetern war ein kleines Dorf mit anderen Hunden und da entschied sich die Hündin, dort zu bleiben. Wir fuhren weiter den Berg hinauf. Auf 600 Meter, wo wir wieder die Aussicht genießen konnten.

Nach weiteren Kilometern fanden wir in einem Dorf Wasser und Maulbeeren an einer Moschee, das war beides erfrischend!
Weiter ging es durch Ziegenherden auf kargem Bergland zu einer Tankstelle, wo wir Börek in einem Café aßen und noch auf einen Tee eingeladen wurden. Dann wieder weg von der großen Straße und durch ein weiteres Dorf voller Gewächshäuser, wo es nach Paprika roch.

Einen kleinen Hügel aus diesem Dorf ging es noch hoch und dann fanden wir auf einer ebenen Fläche einen guten Platz für unser Zelt. Es wurde im Laufe des Abends immer windiger, sodass uns sogar kalt wurde. Daher bauten wir unser Zelt auf und machten es mal mit allen Schnüren fest. Die Nacht war mit dem gemütlichen Windrauschen am Zelt sehr erholsam.

Wir wachten bei Windstille auf, bauten unser Zelt mit all den zusätzlichen Schnüren ab und fuhren ins nächste Dorf, um dort gegenüber eines kleinen Ladens zu frühstücken und wussten daher gleich, was in dem Dorf so los war… Nicht so viel.

Die Menschen benutzen ihre Autos wohl vor allem in den Dörfern, denn zwischen den Dörfern sahen wir richtig wenige Autos, aber im Dorf ist viel motorisierter Verkehr. Dann ging es weiter den Berg hinab zum Meer. Wir kamen nach Demre, einer Stadt, die von oben gesehen mehr aus Gewächshäusern als aus Häusern besteht. Wir fanden dort aber einen Supermarkt und fuhren dann weiter an der Küste entlang.
An der Strandpromenade in Finike pausieren wir direkt am Meer und aßen endlich eine Wassermelone, die gibt es hier nun immer günstiger. Dann hatten wir nur noch wenige Kilometer, teilweise auf dem Fahrradweg zu fahren, bis wir in Kumluca, unserem heutigen Ziel, zu fahren. Dies ist auch wieder eine Stadt voller Gewächshäuser und vor einem Gewächshaus hielt uns der junge Besitzer an und erntete für uns eine Tasche voll Tomaten.

Damit kamen wir bei unserem heutigen warmshowers-Host an, der selbst eine Farm mit Orangen, Avocados und Paprika hat. Wir konnten unser Zelt zwischen die Orangen- und Avokadobäume aufstellen. Leider ist beides erst im Herbst reif. Dafür könnten wir so viele Paprika wie wir wollten aus dem Gewächshaus pflücken. Er erzählte uns auch noch einiges über seine Farm und seine Pläne und zeigte uns alles.


Wir aßen und redeten noch eine Weile mit ihm und einem Freund von ihm aus Russland, der auch gerne Rad fährt und schliefen gut zwischen all dem Obst und Gemüse.

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