Bei unserer Hotelübernachtung war das Frühstück dabei, denn Radfahrende müssen ja gestärkt in den Tag starten können! Von Beyşehir ging es lange leicht bergab durch die Felder. Irgendwo zwischen Weizen und Wassermelonen zeigte unser Tacho an, dass wir jetzt schon seit 5000 Kilometern unterwegs sind!

An einer Wasserstelle füllten wir mal wieder unsere Flaschen auf und als wir wieder losfahren wollten, bemerkte Karin, dass ihr Hinterreifen Luft verlor. Na gut, dann mal wieder den Übeltäter suchen. Dieses Mal fanden wir ihn schnell, es war ein kleines spitzes Metallstück, das einen 1mm breiten Schlitz in den Schlauch gemacht hatte. Also schnell wieder flicken und weiter ging es. Es ging wieder auf die große Straße, die hier Schnellstraße genannt wird und mit ihr die Hügel hinauf. Zum Glück war es wieder bewölkt, da ging es den Berg besser hinauf! Und am Straßenrand gab es immer wieder Stände, wo es Çay, Honig und Käse aus den Dörfern an der Straße gab. Für jeden Stand gab es Schilder, die auf den Stand aufmerksam machten, meist schon einige Kilometer vorher, da hatten wir Unterhaltung beim Wörter raten und Schilder lesen.


Als wir dann endlich oben angekommen waren, ging es wieder runter! So schön!
Wir fanden bald einen schönen Platz zwischen Eichen für unser Zelt, kochten noch und schliefen früh ein. Vom Opferfest haben wir also nicht wirklich etwas mitbekommen, außer, dass die Straßen leerer als sonst waren.

Der nächste Tag begann für uns mit sehr leeren Straßen, so konnten wir richtig schön in die Stadt Konya fahren. Es war schon besonders, dass wirklich wenig los war und die meisten Läden geschlossen waren. Wir fanden aber eine geöffnete Bäckerei, wo wir Simit (Sesam-Kringel) fürs Frühstück kaufen konnten. Mit Schokocreme, aber auch pur sind die echt lecker!

Weiter ging es durch die leere Stadt und wieder raus aus der Stadt durchs Industriegebiet. Hier wurde die Landschaft karger und wir sahen fast keine Bäume mehr, außer direkt am Straßenrand und um Grundstücke herum. Wir sahen auch Erdhörnchen oder ähnliches, die vor uns weg liefen. Leider zu schnell für Fotos… Später sahen wir aber auch wieder Felder, viele mit Bewässerung: Getreide, Mais, Zuckerrüben, Sonnenblumen, Tomaten, Kartoffeln, Wassermelonen und Gurken. Das Gurkenfeld konnten wir uns zum Glück näher anschauen, weil wir daneben mal wieder Karins Reifen flicken durften, wo schon wieder ein Draht den Mantel durchgestochen hatte… Der dritte platte Reifen innerhalb einer Woche, wir hoffen, dass das jetzt mal vorbei ist!


An einem leichten Anstieg fuhr ein Paar auf einem Motorrad neben uns und fragte uns, wo wir noch so hinfahren werden. Sie waren selbst mit dem Fahrrad von Neuseeland in die Schweiz (ihr Heimatland) gefahren. Da sie Georgien und Armenien ausgelassen hatten, wollen sie jetzt dort mit dem Motorrad hin. Sie meinten, dass der Iran das Land war, wo es ihnen am besten gefallen hat.
Wir wollten gerne noch ein Eis essen, darum fuhren wir noch bis zur nächsten Tankstelle. Und danach konnten wir zufrieden nach den heutigen 102 Kilometern unseren Schlafplatz im Kornfeld, äh, am Rande eines Zuckerrübenfeldes einrichten.


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