Morgens am 27.7.23 war es also nicht so schlimm, dass der Wecker um 6 Uhr klingelte.

Wir waren froh, dass wir wieder losradeln konnten.
Wir hatten mal wieder den Wetterbericht angeschaut und gesehen, dass heute starker Gegenwind angesagt war, daher hatten wir beschlossen, heute nur so weit zu fahren, bis wir einen sehr schönen Platz finden, um den Tag und auch die nächste Nacht zu verbringen. Dies war nach etwa 7 Kilometern der Fall.
In dem Dorf Ubisa neben der Straße war ein Kloster mit einem Pausenplatz, dort verweilten wir erstmal ein bisschen im Schatten
Dann bekamen wir von dem Gästehaus in diesem Dorf die Nachricht, dass wir bei ihnen im Garten zelten dürfen.

Wir schliefen sehr gut in unserem Zelt im Garten, konnten das Bad und die Küche nutzen, super!

Dann ging es morgens am 28.7.23 wieder auf die große Straße durch das Tal. Den ganzen Tag über war es bewölkt, also angenehmer kühlere Temperaturen mit leichtem Nieselregen dazwischen, der uns überhaupt nicht störte.


Zwischendrin durften wir auch schon auf der fertigen Straße fahren, die eigentlich abwechselnd aus Brücken und Tunnels besteht.

Auf 900 Metern konnten wir uns entscheiden zwischen einem dunklen Tunnel und 140 Extrahöhenmeter über den Pass. Wir entschieden uns für die Fahrt über den grünen Pass…






Abends wollten wir gerade unser Zelt in einer Apfelbaumplantage aufbauen, da fuhr ein Bauer an uns vorbei und lud uns zu sich nach Hause ein.
Wir packten das Zelt wieder ein und fuhren ihm hinterher…

Wir fuhren die paar Meter hinter ihm her zu ihm nach Hause. Er lebt mit seiner Frau in einem Bauernhaus oben, unten wohnt seine Mutter. Wir wurden also nach oben eingeladen, bekamen erstmal Kaffee und Honigmelone.
Er sprach georgisch und russisch, wir sprechen ja kein georgisch und nur sehr wenig russisch, seine Frau spricht nur georgisch. Leider funktioniert der Handyübersetzer nicht so gut für georgisch.
Wir haben uns trotzdem irgendwie den ganzen Abend viel unterhalten 🙂
Wir bekamen ein sehr reichhaltiges Abendessen mit Bratkartoffeln vom eigenen Feld, Käse aus Milch von den Kühen in Hof, leckeres georgisches Fladenbrot, Tomatensalat, Spiegeleier von den Hühnern im Hof, typische georgische „Maultaschen“ und dazu selbstgemachte Limonade. Für Tatiel, den Bauern und Simon gab es immer wieder „Chacha“, den lokalen selbstgebrannten Weinbrand. Es ist in Georgien wohl Tradition, dass man bei jedem Schluck auf etwas oder jemanden anstößt. Und so wurden wir nach unserer Familie gefragt und es wurde auf unsere Eltern, Geschwister, Neffen und Nichten und auch unsere schon verstorbenen Ahnen getrunken.
Später kam noch Tatiels Mutter herauf, aß und trank auch etwas und schwang Reden, die wir leider nicht verstanden.
Nach dem Essen ging Tia, unsere Gastgeberin noch zum Laden und kaufte Eis und Cola. Wir konnten mal wieder gar nicht genug „Danke!“ sagen. Irgendwann spät wurden uns in der Küche noch zwei Betten frisch bezogen und wir schliefen sehr gut.

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