Wir ließen unsere Fahrräder im Hostel in Isfahan, die Fahrradtaschen im Gepäckraum dort, um uns auf den Weg zurück nach Teheran zu machen, und unser Indien-Visum abzuholen.
Wir fuhren für 3 Euro mit dem VIP-Bus, in dem es nur 26 Sitzplätze gab und Simon seine Beine ganz ausstrecken konnte, nach Teheran. Dort erwartete uns schon Mohsen, der uns nochmal aufnahm. Wir haben über soziale Medien den Kontakt zu einem anderen deutschen Paar aufgenommen, Mila und Tobias, die auch in Tehran waren und auch auf ihr Visum für Indien warteten. Sie luden uns ein, mit ihnen eine Berg bei Tehran zu besteigen, aber wir lehnten ab, „Wir sind nicht so die Bergsteiger“. Aber wir trafen die beiden in Tehran auf einen Kaffee und tauschten uns über bisherige Route und weitere Planung aus. Sie erzählten uns, dass sie immer wieder bei der indischen Botschaft anrufen, um so ihr Visum schneller zu kriegen. Das machten wir also auch und riefen gleich am nächsten Tag bei der Botschaft an, um freundlich nachzufragen, wann wir denn unsere Visa endlich bekommen würden. Der Mitarbeiter dort meinte, er säße gerade in diesem Moment an den deutschen Visa und wir könnten sie bald abholen. Okay, also weiterwarten. Am nächsten Tag wollten wir uns wieder mit Mila und Tobias in der Stadt treffen. Als wir bei ihnen waren, riefen sie nochmal in der Botschaft an, wo der Mitarbeiter ihnen sagte, dass sie ihre Visa heute abend um fünf in der Botschaft abholen können. Tobias fragte, ob denn unsere Visa auch heute fertig wären, und die Antwort war: „I will see what I can do…“.
Also fuhren wir mit der Metro mit den beiden zur Botschaft. Mila und Tobias bekamen ihre Pässe mit den Visa direkt durch die Tür gegeben, wir sollten uns noch etwas gedulden. Und nach einer halben Stunde bekamen wir auch unsere Pässe mit den Visa ausgehändigt!!! Juhuu, nach 17 Tagen warten hatten wir es endlich geschafft und müssen nicht mehr warten! Wir waren alle vier sehr glücklich, verabschiedeten uns von den anderen beiden und fuhren glücklich zu Mohsen zurück, dort wurde abends noch mit Freunden gekocht und alle freuten sich mit uns über diese frohe Botschaft!
Dann konnten wir uns von Mohsen verabschieden und mit dem Bus wieder nach Isfahan fahren. Dort gingen wir wieder in das Hostel, in dem unsere Fahrräder waren. Wir kamen spät abends an, sahen, dass unsere Räder noch da waren und noch 5 andere Reisefahrräder dort standen. Wir gingen dann müde und froh schlafen. Froh, dass wir wieder bei unseren Fahrrädern sind und froh, am nächsten Tag die anderen Radreisenden zu treffen.
Am nächsten Morgen saßen die anderen schon beim Frühstück, als wir dazukamen. Wir unterhielten uns über die Routen, was wir so alles dabeihaben und welche Fahrräder wir haben.
Die anderen waren alle auch am Tag vorher angekommen und wollten einige Tage in Isfahan bleiben. Direkt nach dem Frühstück fingen einige von uns an, Schläuche zu flicken, Ketten zu wechseln, nen neuen Tacho zu installieren und alles andere mögliche an den Fahrrädern zu basteln.


Zwischendrin gab es ne Runde Falafel vom Falafelmann nebenan und abends gingen wir noch den großen Platz mit Moschee und Basar anschaun.


Weil es uns so gut gefiel, mit den anderen Radreisenden Matthias, Maik, Hannah, David und Louise zu quatschen und zu basteln, verlängerten wir unseren Aufenthalt im Hostel noch um einen Tag.

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