Wir hatten am Vortag vor lauter leckerem Abendessen vergessen, Brot oder Haferflocken fürs Frühstück für heute einzukaufen. Das hatten wir aber zum Glück schon am Abend vorher bemerkt, also waren wir alle nach dem Aufwachen bereit, 15 Kilometer in die nächste Stadt Meybod zu fahren, um dort Frühstück zu kaufen und im Park zu futtern. Dann ging es weiter und wir merkten, dass wir Rückenwind hatten, also ging es mit 25 km/h in Richtung Yazd.

Ungefähr am Ortseingang von Yazd machten wir noch ne kleine Mittagspause und dann ging es wieder mal durch den Stadtverkehr in die Innenstadt zu unserem ausgesuchten Hostel, wo uns Mathias, ein anderer deutscher Radreisender schon erwartete. Der Weg in die Stadt rein war insofern ganz lustig, weil wir ja zu viert hintereinander fuhren und bei jeder Unebenheit in der Straße mindestens die vorne fahrende Person, meist aber auch mindestens noch eine weitere Person von uns laut „Huckel!“ rief. Dafür wurden wir von einigen Menschen komisch angeguckt, wir hatten aber Spaß…
Dann fuhren wir noch durch ein paar enge Gassen zum Hostel und waren dank Rückenwind schon kurz nach 15 Uhr dort.
Wir ruhten noch ein bisschen im Innenhof aus und hörten immer wieder eine junge Katze miauen.
Hannah fand heraus, dass die weinende Katze in einen Schacht von der Dachterrasse zwischen Dach und Erdgeschoss gefallen war. Das Loch war etwa 30 cm groß, aber sie saß in einem größeren Zwischenraum, sodass man sie von oben nicht sehen konnte, nur hören. Wir bastelten mit einer Tasche einen „Aufzug“ für sie, aber sie wollte nicht in die Tasche klettern…
Am nächsten Morgen, Sonntag, miaute sie weiter. Wir erledigten verschiedene Dinge und schauten immer wieder abwechselnd, ob wir die Katze mit Futter und Wasser in die Tasche locken können. Zweimal war die Katze schon in der Tasche, aber beim Hochziehen sprang sie wieder raus. Irgendwann kamen wir auf die Idee, Mutterkatzengeräusche vom Handy abzuspielen. Das stimmte die kleine Katze so mutig, dass sie ein drittes Mal in die Tasche kroch und sich von Maik hochziehen ließ!!!

Wir waren alle so glücklich, dass wir fast den Sonnenuntergang über den Dächern Yazds verpassten.

Morgen geht es wieder auf die Fahrräder!

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