Am Samstag, den zweiten Dezember hörte wir zum Aufwachen weiterhin das Meeresrauschen und starteten mit Energie in den Tag. Es wartete eine ruhige Straße an der Küste mit türkisblauem Meer auf der einen und mega schönen Bergen auf der anderen Seite.

Wir beide sind heute zu zweit etwas früher losgedüst und konnten so diese Strecke richtig genießen! Wir machten Musik mit dem Radio an und sangen und tanzten radelnd durch die schöne Landschaft.

Überraschend schnell waren die 40 Kilometer bis zur nächsten Stadt zurückgelegt, wir bekamen Hunger und machten Mittagspause in einem kleinen Park, wo wir an einem Wasserhahn auch kurz unsere Haare und Hemden nass machen konnten, bevor es weiterging. Ab jetzt führte uns die Straße etwas ins Landesinnere, also nicht mehr an der Küste entlang. Hier war die Aussicht wieder etwas weiter auf plattes steppenartiges Land mit hin und wieder Bäumen, die bis in ca. 2 Meter Höhe abgefressen waren. Von wem wohl?

An einem Supermarkt, der an der Straße war und offen hatte, kauften wir uns erstmal Eis für ne kurze Abkühlung, bevor wir die letzte Etappe angriffen. Wir sahen einen Park von der Straße aus mit Spielplatz, Fußballfeld, öffentlichen Toiletten, Palmen und kleinen überdachten Picknickplätzen. Schnell war entschieden, dass wir hier unsere Zelte auf dem Gras unter den Palmen aufbauen. Hannah entdeckte, dass es bei den Toiletten sogar eine Dusche gab! Wir waren sehr glücklich über diese unverhoffte Dusche! Während des Aufbaus und des Kochens fuhren immer wieder Leute vorbei, die uns grüßten oder irgendwas riefen.
Später am Abend spielten noch ein paar Jungs Fußball nebenan, aber um 20 Uhr war das Spiel vorbei, dann war es ruhig und wir konnten glücklich schlafen.
Am Sonntag, den 3.12. wurden wir von „Heute ist Geburtstag“ von Kapelle Petra geweckt, denn: Heute ist Hannahs Geburtstag! Der Rest des Tages folgt in den Stichpunkten, die wir uns zeitnah gemacht hatten. Hier seid ihr als Lesende gefragt, viel Spaß euch und eurer Vorstellungskraft!

Zur Feier des Tages gab es Porridge mit Bananen zum Frühstück! Der Tag erwartete uns mit Gegenwind
Fünfer-Würfelformation, immer bei Autos Linienformation
Mathias hat Ohrenschmerzen und trampt
Mittagspause in Hütte mit Kuchen
Weiter Gegenwind fahren zu viert
Eispause hebt die Laune
Schlenker ans Meer nach Charak
einkaufen, Chillen, kochen im Park, viel los die ganze Nacht
Erster Advent!

Am Montagmorgen waren wir auch etwas froh, aufstehen zu können, denn wir waren alle immer wieder in der Nacht wach. Abends wurde erst noch ein Geburtstag am Meer gefeiert, es fuhren immer wieder laute Mopeds am Park vorbei, nachts sang irgendwann eine chinesische Reisegruppe Lieder und morgens um ca. fünf Uhr diskutierten zwei Männer lautstark neben unseren Zelten. Wir fuhren wieder los und der Gegenwind erwartete uns schon, zum Glück nicht so stark wie am Tag zuvor. Wir hatten auch alle vier nicht mehr so viel Kraft, da es schon der achte Radeltag ohne Pause war und es tagsüber an die 30 Grad hat. Trotzdem geht es ganz gut voran und wir sind heute um kurz nach 11 schon im 40 Kilometer entfernten Dorf. Dort gibt es aber leider nichts, was wir gerne essen würden. Wir essen kurz die Reisreste vom Abendessen am Tag zuvor und fahren nochmal 20 Kilometer in eine Stadt am Meer, wo wir am Strand Joghurt mit Obst zum Mittagessen genießen. Von dort aus hatten wir noch etwa 30 Kilometer bis zu unserem heutigen Ziel: Bandar Lenghe. Die Straße war am Anfang bröckelig und einspurig und wurde später zum Glück zweispurig mit einem breiten Seitenstreifen, worauf wir super fahren konnten. In Bandar Lenghe kauften wir mal wieder Falafel und Anderes zum Abendessen und versuchten unser Glück nochmal, in einem ruhig aussehenden Park am Meer eine ruhige Nacht zu verbringen. Während wir Abendessen kochten, joggten ein paar Menschen an uns vorbei, unter anderem ein Mann mit einem T-Shirt mit der Aufschrift „Santa Baby“. Aha, wir sind jetzt auch in Weihnachtsstimmung!


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