(99) Regen bringt Segen in entlegenen Gegenden

In Ha Giang verbrachten wir unsere ersten drei Nächte in Vietnam. Dies ist eine ziemlich touristische Stadt, weil viele hierherkommen, um sich einen Motorroller auszuleihen und ein paar Tage durch die Berge im Kreis zu fahren. Wir wollten das nicht machen, sondern fuhren am 6. Mai, ab jetzt wieder zu zweit mit unseren Fahrrädern los in Richtung Süden.

Auf geht’s durch den Regen!

Wir hatten uns schon am Abend vorher von Hans und Franzi verabschiedet, die ab nun wieder andere Pläne als wir haben.

Bye bye, wir wünschen euch weiterhin ne super Reise!

Wir wachten schon bei Regen auf, dann war eine kurze Regenpause, aber wir fuhren auch bei Regen los. Das störte uns nicht sehr, denn die Temperatur war so bei angenehmen 23 Grad. Auf den ersten Kilometern konnten wir unsere Regenponchos dreimal aus- und wieder anziehen, dann blieb der Regen. Es machte heute richtig Spaß, fahrradzufahren, die Landschaft war grün, die Straße verlief flach am Fluss entlang, wir wurden freundlich gegrüßt und es war nicht so viel los auf dieser Straße.

Regen – darum ist es hier so grün und der Reis wächst gut
Dann ging leider leider Karins Lasche der Lenkertasche kaputt 😦

Wir hatten uns für den ersten Tag nach der Pause nicht so viele Kilometer vorgenommen, waren aber trotzdem überrascht, dass wir mittags schon in Viet Quang angekommen waren und konnten erstmal Reis mit Gemüse zum Mittagessen kochen. Bis jetzt haben wir noch nicht so viel vietnamesisches Essen gefunden, das wir essen wollen. Es gibt viele verschiedene Tiere und auch verschiedene Teile von Tieren, die verarbeitet werden. Und das, obwohl hier doch auch so viele Pflanzen wachsen, wir lieben doch Gemüse! Den Nachmittag verbrachten wir mit lesen und spielen und Sachen trocknen. Abendessen kauften wir beim Supermarkt, kochten auf der Terrasse und aßen im Zimmer. Gute Nacht, morgen soll es wieder früh los gehen!

Um halb 6 klingelte der Wecker, um 6 waren wir dann auf den Beinen, machten Porridge, packten zusammen und fuhren bei bewölkten 26 Grad los. Auch heute ging es am Fluss entlang und daher ziemlich flach über die Hauptstraße, die aber echt wenig befahren war. Wir kamen durch viele Dörfer, in denen es oft Restaurants, Läden und Obst-und Gemüsehändler gibt. Vor unserem Mittagessenslokal lief ein Hahn herum, der wohl hier wie sonst ein Hund wacht.

Ob der Hahn auch gerne Bubbletea trinkt?


Wir fuhren an einer Schule vorbei, wo gerade die ganzen Elterntaxis starteten (hier sind das natürlich Mopeds) und kurz darauf waren wir inmitten einer Moped-Meute, und viele Kinder auf den “Rücksitzen” wanken uns. Ansonsten fuhren wir viel durch grüne Gegend, wir sahen viele Teefelder, Mais und Reis, Maniok, immer wieder Bananen, Mango- und Litschibäume und allerhand anderer Pflanzen, die vor sich hin wuchern.

Was für ein schöner Litschibaum

Nach 95 Kilometern kamen wir in unserem heutigen Zielort an, fanden ein schönes Hotel, aßen zu Abend und gingen wieder früh schlafen.


Am Mittwoch standen wir wieder früh auf, mussten dann aber doch wieder warten, bis der starke Regenschauer nachließ. Mit Regenponchos starteten wir dann und zogen sie dann wieder aus, weil es zu warm war und kurz darauf wieder an, weil es doch wieder regnete.

Mit Rad und Hut unterwegs 🙂

Einen wieder stärkeren Regenschauer warteten wir unter einem Dach ab, bevor es dann für den Rest des Tages heller wurde und trocken blieb.

Es regnete wie aus Kübeln, wir konnten im Trockenen zuschauen

Wir fuhren wieder durchs Grüne und durch einige Dörfer. Am Straßenrand gab es viel Stände, die Zuckerrohrsaft, kalte Getränke, vor allem Bier, gegrilltes oder noch rohes Fleisch, Obst, Gemüse, belegte Brötchen und natürlich Nudelsuppe (Phở) und andere Gerichte anbieten.

Bananen? Oder eine Melone?

Wir kauften uns Brötchen und Tomaten, Gurken und Avocado für den Mittagssnack. Dann ging es noch 30 Kilometer weiter nach Viet Tri, wo wir wieder ein Hotel fanden. Wir könnten hier zwar theoretisch auch zelten, aber praktisch würden wir im Zelt wohl nicht viel Schlaf bekommen, weil es so warm und feucht ist und zu wenig Wind geht, um unser Zelt zu belüften. Deshalb ziehen wir gerade die hier günstigen Hotels mit Dusche und Klimaanlage vor, wo wir und unsere Klamotten inklusive Regenponchos trocknen können.

Auch am 9. Mai wurden wir mal wieder nass vom Regen, aber das war nicht schlimm, denn bei Regen kühlt es wenigstens etwas ab. Und jetzt der Tag mit Bildern erzählt:

Das Moped ist hier das Transportmittel der Wahl und wie hier auch gleichzeitig der Verkaufsstand – praktisch!
In diesem Fluss wird wohl Sand geborgen und die Frachter müssen um die flachen Stellen im Fluss herummanövrieren
Dann fuhren wir an Gärten und endlosen Reisfeldern vorbei
Lange ging es über diese Hauptstraße auf dem Deich durchs Dorf, richtig schöne Aussicht!
Noch mehr schöne Aussichten vom Deich!
Dann fuhren wir leider auf dieser Hauptstraße, wo alles mögliche transportiert wird, auch dieser besondere Baum
Grüße aus Klein-Schelklingen mit dem Betonwerk da hinten

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