Am Freitag, den 10. Mai 2024 ging es für uns langsam aber sicher wieder raus aus dem Speckgürtel Hanois, was wir am besser und ruhiger werdenden Verkehr merkten. Hier sahen wir immer noch Karaoke Bars an jeder Ecke und richtig viele Jackfruitbäume. Da wachsen soo viele Jackfruits dran, die können nur schwer alle gegessen werden.
Wir sehen heute viele schöne Bilder von Vietnam, alles ist voll mit saftig grünen Reisfeldern, im Hintergrund die Hügel und in den Reisfeldern arbeiten Menschen mit den spitzen Strohhüten.

Zwischendrin konnten wir auf dem Deich zwischen und über den Feldern fahren, das war sehr schön, weil wir vieles überblicken konnten und nicht so viel los war. Hin und wieder mussten wir Reis und Heu ausweichen, die zum Trocknen auf der Straße ausgelegt wurden.

Wir machten Pause in einem kleinen Café, wo der Besitzer 13 Jahre in Deutschland gelebt hat und deshalb einfach deutsch mit uns reden konnte, das überraschte uns ziemlich!

Viele Schulkinder grüßten uns alle mit “Hellooo!”.
Wir kamen bei Ninh Binh an, einer touristischen Region, wo viele internationale Gäste mit Mopeds herumfahren und die Gegend erkunden. Wir finden eine superschöne Unterkunft und machen erstmal zwei Tage Pause mit Blick auf den Pool und die Berge. Es gefiel uns sehr gut hier, weil es sehr gemütlich war, es leckeres Frühstück inklusive gab, außerdem günstiges und gutes Abendessen gab und wir dort zwei reisende Paare getroffen haben, mit denen wir immer wieder gequatscht haben.


Am Montag, den 13.5. ging es nach leckeren Pfannkuchen wieder auf die Räder, erst aus dem Dorf raus, vorbei an freundlich grüßenden Menschen und dann durch Ananasfelder, soweit das Auge reichte. Bis zum Horizont nur Ananas-Felder, richtig cool!


Dann ging es wieder auf eine größere Straße, wo neben Steinskulpturen und Steintischen auch Ananas verkauft wurden.


Zu Simons Freude ging es an der Bahnstrecke entlang, wo wir heute zwei Güterzüge gesehen haben! Ziemlich schnell waren wir schon in Thanh Hoa, einer etwas größeren Stadt, wo wir bei der Suche nach dem Supermarkt in einem Shoppingcenter erst mal ein paar Runden drehten, weil die Rolltreppen unpraktisch gebaut waren. Wir tranken noch einen Eiskaffee und später besuchten wir noch einen guten Fahrradladen, wo wir uns neue Ketten und endlich einen neuen Fahrradcomputer für Simon kauften. Sein Alter war in Südindien wohl bei der Fahrradwäsche etwas zu nass geworden. Ab jetzt weiß Simon endlich wieder die Uhrzeit und wie schnell er ist. Dann fanden wir noch Mittagessen und ein Hotel, wo wir gleich noch den Fahrradcomputer installierten.
Am Dienstagmorgen waren wir nur so halb motiviert, unser klimatisiertes Hotelzimmer zu verlassen und in die feuchte Hitze rauszugehen, um darin zu radeln. Immer wieder war es bewölkt, dann ging das Radeln schon besser. Aber wir hatten ja ein Ziel heute: Wir wollten zum Pazifik! Mit dem Fahrrad! Dafür ging es erst einige Kilometer neben viel zu vielen LKWs, Bussen und Mopeds auf der Hauptstraße voran und dann bogen wir auf eine kleine Straße durch ein Dorf ab, die uns direkt an den Pazifik führte! Zuerst sahen wir nicht viel davon, außer einigen Schifferbooten in einer Bucht, aber dann konnten wir doch erahnen, dass wir am Ende des Festlandes waren!

Wow, wir sind echt mit dem Fahrrad (und für kurze Strecken Bus und Zug) bis an die Pazifikküste Vietnams geradelt! Hätten wir uns das gedacht, als wir losgefahren sind? Erträumt vielleicht…

Wir wollten hier am Meer gern darauf mit einem Eiskaffee oder Eistee anstoßen, hier gab es aber kein Café, also fuhren wir weiter. Auf dem Weg zur großen Straße zurück war Simons Hinterreifen platt, wieder mal ein Metallsplitter, das Loch hatten wir aber schnell geflickt. Die Menschen aus dem Haus nebenan boten uns sogar eine Luftpumpe an, aber da waren wir schon fertig und konnten weiterrollen.
Also los in die nächste Stadt, wo wir Mangosmoothie und Blaubeermilcheistee tranken, es gibt hier wirklich eine faszinierende Auswahl an kühlen Getränken! Frisch gekühlt ging es weiter, bis wir irgendwann hungrig waren und in einer Stadt nach einem Mittagssnack suchten. Wir fanden gegenüber einer Schule (wo die hungrigen Schüler*innen nach Schulschluss gerne snacken) Banh Mi, also Sandwich.
Danach ging es eine Weile an den Bahngleisen entlang und wir sahen sogar einen Personenzug! Wir suchten hier und da nach einem Hotel, aber die Suche gestaltete sich heute eher schwierig. Zwischendrin, mitten in einem Dorf, wo wir gerade Snacks und Eistee gekauft hatten, hatte Karin auch noch nen Platten. Die Menschen im Dorf stellten sich kurzerhand eine Bank hin, um dieses Ereignis von der ersten Reihe aus verfolgen zu können. So hatten wir beim Flicken lustige Unterhaltung.

In der nächsten Stadt fanden wir dann ein süßes Hotel von einer jungen, netten Familie. Wir suchten und fanden noch Abendessen, Banh Xeo, eine Art Reispfannkuchen, der mit Sprossen gefüllt ist und den man mit Salat in Reisblätter einwickelt.
Und wer kennt auch diesen vietnamesischen Satz „Không cho dịch vụ“? Karin kommt der so bekannt vor, es bedeutet sowas wie “ Außer Betrieb“, aber woher kennt Karin den??


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