Am 31.5. fuhr unser Zug um 8:02 Uhr am Bahnhof in Nanning los. Wir konnten von unserem Hotel mit den übrigen 5 Taschen zum Bahnhof laufen, durch den Security-Check und dann in der Wartehalle auf unseren ersten Zug warten. Dies war ein Schnellzug, der uns in etwa 5 Stunden nach Kunming brachte. Hier konnten wir noch ein bisschen aus dem Fenster schauen und die Bananen-, Zuckerrohr-, Mais- und Reisfelder sehen.

In Kunming hatten wir 2 Stunden, bis der Nachtzug, der uns nach Urumqi im Nordwesten Chinas bringen sollte, losfuhr.

Um 15 Uhr, 20 Minuten vor Abfahrt, wurde das „Gate“ aufgemacht und wir konnten auf den Bahnsteig gehen. Auf diesem war auf dem Boden die Wagennummer aufgedruckt, sodass wir direkt wussten, wo unser Wagen 5 halten wird. Bei der Buchung konnten wir keine Plätze aussuchen, wir waren aber mit unseren oberen Plätzen mitten im Wagen zufrieden. Oben sieht man zwar wenig bis gar nicht aus dem Fenster, es ist ein kleiner gymnastischer Akt, ganz hochzuklettern und man kann da oben wirklich nicht sitzen. Aber dafür gibt es oben extra Platz für Gepäck oder Füße, man hat seine Ruhe und kann alles überblicken.

Für die nächsten 38 Stunden, also die Dauer der Fahrt, verließen wir unsere Betten eigentlich nur, um zu essen, aufs Klo zu gehen und unsere Zähne zu putzen.



Eine Frau unter uns tippte oft fleißig etwas in ihren Laptop, was sie in einem Buch nachlas. Immer wieder, zum Glück nicht zu oft, kamen Verkäufer vorbei, die mit lauter Stimme direkt vor unserem “Abteil” dem ganzen Wagen ihre Ware anpriesen. Vor allem um halb 10 abends fanden wir das nicht so nett.

Wir lasen, hörten Hörbuch, dösten und schliefen und brachten so die Zeit gut rum.
Am 1.6. kamen wir morgens um 6:15 Uhr pünktlich in Urumqi an.

Dann fuhren wir mit nem Taxi zu dem Hotel, wo schon Anna Lena und Julian warteten, zwei Radreisende, die wir kurz in Nanning getroffen hatten und den Zug hierher zwei Tage vor uns genommen hatten. Uns fällt wieder auf, wie sauber, ordentlich und leise es hier in China im Vergleich zu den anderen Gegenden, die wir in der letzten Zeit besucht haben, ist.
Mit den beiden gingen wir nachmittags noch auf den internationalen Basar in der Stadt, denn die Temperaturen sind hier endlich angenehm, dass man auch raus will 😀








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