(108) Rekordtag

Nach einem entspannten Tag am See, an dem wir badeten und unter unserem selbstgebastelten Sonnenschutz lasen und dösten, machten wir uns am 20.6. wieder auf den Weg.

Unser „Zeltlager“ bei angenehmen Temperaturen am See
Weiter geht’s!

Schon beim Frühstück spürten wir, dass der Wind in die richtige Richtung wehte und tatsächlich rollten wir die ersten 30 Kilometer ziemlich einfach dahin. Dann machten wir eine Einkaufspause und freuten uns auf die nächsten Kilometer, denn es sollte ab nun für 100 Kilometer leicht bergab gehen, jippiiiie!

Es rollte fast von allein bei um die 30 km/h. Nach nochmal 30 Kilometern mussten wir beide nochmal anhalten, um ein Foto von den 18000 Kilometern auf dem Tacho zu machen.

Am 20.6. haben wir die 18000 Kilometer vollgemacht!

Kurz danach bekamen wir alle Hunger, daher machten wir nach 75 Kilometern am Fluss Mittagspause. Da der Rückenwind weiter wehte, trödelten wir nicht lange, sondern setzten uns wieder auf die Räder, denn wir hatten alle Lust, heute den weitesten Radfahrtag unserer Reise zu schaffen. Und das sollten 130 Kilometer sein, denn Hannah und Maik sind in Griechenland schonmal 127 Kilometer gefahren. Also weiter durch das Tal am Fluss entlang durch die Berge.

Hier war es wirklich schön zu fahren

In einer Stadt machten wir nach 100 Kilometern nochmal eine Pause beim Supermarkt für kalte Getränke und Obst und dann machten wir uns an die letzten 30 Kilometer.

Da sahen wir ein paar Erdhörnchen stehen und in ihre Löcher kriechen

Wir bogen auf eine kleinere Straße ab und wurden in den Dörfern oft von allen Seiten gegrüßt. Simon hatte sich auf der Satellitenkarte einen Spot zum zelten ausgeguckt. Dort fuhren wir also noch hin und dort gab es wirklich einen schönen Ort für die Zelte mit Blick auf die Berge.

Da hatten wir die 130 Kilometer wirklich geschafft! Jiiippiiie!

Wir waren ziemlich müde nach dieser langen Etappe, darum kochten wir schnell Abendessen und gingen direkt danach schlafen.

Reis mit Tomatensoße und Oliven Oliven Oliven





Wir durften am Freitag, dem 21.6. mit wunderschönem Bergpanorama aus dem Zelt kriechen und frühstücken.

Beim Zusammenpacken kam noch eine Herde Kühe mit ihrem Hirten auf einem Pferd und einem Schäferhund vorbei. Dann merkten wir, dass Simons Reifen platt war. Schnell wurde der geflickt und dann konnte es los gehen nach Bischkek, in die Hauptstadt Kirgistans, die etwa eine Millionen Einwohner hat.

Die kirgisische Flagge wird nach links geweht. Gut, dass wir nach links abbiegen wollen und somit Rückenwind haben!

Unsere Beine waren zwar leicht müde von der gestrigen langen Etappe, aber zum Glück auch noch etwas ausgeruht vom Ruhetag davor, daher konnten wir ziemlich gemütlich nach Bischkek reinfahren. Der Verkehr war teilweise nervig, aber es war für uns die wahrscheinlich entspannteste Einfahrt in eine Hauptstadt auf der Reise. Kurz vor einer Kreuzung wurde Simons Hinterrad wieder platt und wir sahen, dass der Schlauch vom Loch heute morgen einfach entlang der Schweißnaht aufgerissen war. Also tauschten wir den Schlauch, und wir machten wieder den Schlauch drauf, der von velotraum damals vor 2,5 Jahren eingebaut wurde, und fuhren die letzten 4 Kilometer bis zu einem Hostel mit Campingmöglichkeit in Bischkek. Hier gab es einen leider leeren Pool, Tische und eine gemütliche Sitzecke, wo wir erstmal Kaffee machten und einheimisches Gebäck dazu verspeisten

In den letzten zwei Tagen haben wir 6 Reiseradler*innen getroffen, davon nur mit einem geredet. Und der Typ hier winkte uns ganz freundlich zu

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