(119) Wir treffen DanTheManWithThePlan

Unser Freund Max hatte am Samstagabend beschlossen, am nächsten Tag eigene Wege zu radeln, da er neue Pläne gemacht hatte und lieber noch nach Nordwesten zu radeln. Wir beide freuten uns schon lange darauf, DanTheManWithThePlan, der bei Szczecin (Stettin) wohnt, endlich wiederzusehen. Zu Dan waren es etwa 130 Kilometer, die wir in zwei entspannte Radeltage aufteilten.
So frühstückten wir am Sonntag, den 1.9.24 nochmal mit Max und verabschiedeten uns dann von ihm. Es war schade, dass wir uns schon tschüss sagen mussten, aber auch total schön, dass er ein Stück Radreisealltag mit uns geteilt hat.
Was er anders erwartet hätte:
-wir essen mehr, als er gedacht hätte
-wir haben mehr Gepäck, als er gedacht hätte

-wir waschen Obst und Gemüse weniger, als er es erwartet hatte
-wir essen mehr Porridge, als wir alle 3 es mögen 😉

Dann räumten wir im Garten alles wieder so hin, wie wir es vorgefunden hatten und machten uns zu zweit wieder auf den Weg. Wir winkten der Ostsee zum Abschied und fuhren dann weg von der Küste, auf wenig befahrenen Radwegen und Straßen.

Warum stehen auf Radwegen Bänke? Damit wir da Pause machen können


Die 60 Kilometer hatten wir ziemlich schnell geschafft und machten dann in einem Dorfpark Pause, um nicht zu früh an dem Ort anzukommen, wo wir heute Nacht zelten wollten. Die Pause nutzten wir für Eis, um den Blog zu aktualisieren und uns um die Fahrradtaschen zu kümmern.

Simon machte die Reste des alten Klebebands weg und klebte Neues als Schutz der Taschen vor der Reibung am Rad dran

Abends fuhren wir dann die letzten Kilometer zu einem Stausee, der sehr idyllisch war. Die Enten quakten und flogen auf dem See herum. Kurz war eine Familie mit drei Musikabspielgeräten, die gleichzeitig liefen (Musikbox, Autoradio und Handy), da. Als es dunkel wurde, fuhren sie davon und wir konnten kochen, unser Zelt aufbauen und beim Einschlafen den Enten zuhören.

Wir kochten beim Abendrot am See


Am Montagmorgen waren die Enten schon wach, als wir aus dem Zelt kamen und zwei Schwäne landeten vor unseren Augen im See, während wir frühstückten. Dann ging es wieder los, heute sollte es lange auf einer kleinen aber gut asphaltierten Landstraße direkt neben der Autobahn entlang gehen.

Nur noch 194 Kilometer bis Berlin…

Das war gut, so konnten wir durch das Hintertor auf der Autobahnraststätte aufs Klo gehen. Zur Mittagspause kamen wir in Nowogard an, einer Stadt, die irgendwie schrecklich überfüllt mit Autos war. Aber zum Glück fanden wir einen schönen Park am See, wo wir gemütlich Mittagspause machen konnten. In der nächsten Stadt legten wir eine Waffel- und Kaffeepause ein, denn wir wollen unsere verbleibende Zeit in Polen ja gut investieren. Nach Überlegungen, wie und wo wir die nächsten Tage und Nächte in Deutschland verbringen wollen/können, radelten wir weiter zu Daniel, den wir in der WhatsApp-Radelgruppe “Cycling East” als DanTheManWithThePlan kennengelernt und auf unserer Reise auch schon getroffen haben.
Preisfrage: Wer erinnert sich, wo?
Dan hat uns viele Tage mit seinen lustigen, unterhaltsamen und hilfreichen Kommentaren in der Gruppe versüßt und war immer wieder eine Inspiration für uns. Er muss leider gerade eine Zwangspause vom Radreisen machen, da sein Knie verletzt ist. Sein Fahrrad wartet aber auf ihn und er nutzt die Pause, um an seinem zweiten Buch über seine Radreise zu schreiben (“cycopath”, seit 20.8.24 erhältlich als englisches eBook auf Amazon und hier auch auf seiner homepage: bike2.be/book/ )

Karin freut sich, Dans Buch über seine Radreise auf ihrem tolino zu lesen



Es war sehr schön, Dan wiederzusehen uns mit ihm über Radreisen, Radreisende (die wir alle drei getroffen haben, Grüße gehen raus), Radreiseequipment, Radreiseziele und alles andere zu quatschen. Es gab leckeres Essen und beste Getränke. Dan hat sich vor kurzem einen Campervan gekauft, in dem wir schlafen durften und es war mega gemütlich!

Vielleicht haben wir nur wegen der Fahrradbettwäsche so gut geschlafen




Dan hat uns überzeugt, noch eine Nacht bei ihm zu bleiben und am Dienstag mit ihm Stettin anzuschauen. Also fuhren wir im Camper nach Stettin und Dan zeigte uns, was es in Stettin zu sehen gibt. Er arbeitet ja als Sprachführer und wie ein Lehrer fragte er uns immer wieder ab, was er erzählt hatte 😉

Es war einfach schön, mit Dan Stettin anzuschauen!

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