(121) Weserbergland

Am Sonntag, den 8.9.24 war Tag des offenen Denkmals und unsere Hosts haben eine Lesung in der Kirche organisiert, diese begann mit einem Frühstück um 10 Uhr bei den beiden, wir frühstückten aber schon vorher und machten uns auf den Weg nach Niedersachsen. Kurz hinter der (ehemaligen) Grenze kochten wir im Wald Nudeln mit Pilz-Zucchini-Sahnesauce und klebten Karins Schuh mit Schuhkleber aus Kirgistan.

Mmmhh, lecker!
Die Riemen von Karins Schuh waren lose, hielten aber nach dem Kleben mit Schuhkleber wieder!

Wir sahen immer wieder Schilder für Erntefeste mit Zeltdisco und natürlich Maishäcksler auf den Feldern.
Für abends hatten wir uns bei Karin und Fritz eingeladen, die uns über warmshowers aufnahmen. Die beiden haben mit 55 Jahren mit dem Radreisen angefangen und sind seitdem 60000 Kilometer auf 4 Kontinenten geradelt. Wir kamen schon nachmittags an und wurden mit Kaffee und Kuchen empfangen. Wir verstanden uns super und konnten uns viel über unsere Radreisen austauschen. Die beiden fahren Anfang Oktober wieder los nach Spanien, Portugal und Marokko und haben uns fast Lust gemacht, noch weiter zu reisen. Nach einer warmen Dusche gab es leckeres Ofengemüse und Grillkäse und später von Fritz gebrautes Bier, der Abend wurde etwas länger und sehr gemütlich.


Am Morgen des 9.9. gab es ein reichhaltiges Frühstück mit Karin und Fritz. Fritz musste bald zur Arbeit, und wir verpassten es, ein Abschiedsfoto mit den beiden zu machen.

Daher gibt es halt ein Bild mit Karin, Karin und Simon

Als wir auf dem Weg ins nächste Dorf waren, hielt ein Auto neben uns an und da stieg Fritz aus, der uns nochmal verabschieden wollte, voll lieb!

So kamen wir doch noch zu einem Bild mit Fritz!

Nach dieser Verabschiedung radelten wir weiter bis nach Braunschweig, wo unser Freund Max noch Urlaub hatte und sehnsüchtig auf uns wartete. Wir kamen mittags an, vesperten, duschten, tranken Kaffee, aßen Zimtboller beim Bäcker, genossen Eis bzw. Cappuccino bei der Eisdiele, kauften Chips und anderes Essen im Laden und kochten Suppe zum Abendessen. Und dann gingen wir später nach einem netten WG-Abend vollgefuttert ins Bett.


Am Dienstagmorgen wurden wir tatsächlich mit Kaffee ans Bett geweckt, Max war schon fleißig am Arbeiten, machte aber eine kurze Pause, um mit uns zu frühstücken.

So fleißig arbeitet der Max inmitten von Radtaschen

Wir packten unsere Sachen, verabschiedeten uns von Max und seiner WG, und machten uns auf den Weg in Richtung Hannover. Da die Freunde, die wir eigentlich in Hannover besuchen wollten, Corona hatten, mussten wir etwas umplanen. Nach dem Losfahren wurde es immer kälter und wir zogen immer mehr Klamotten an.

Hier waren die Zwiebeln dieses Jahr nicht so gut…

Außerdem wehte der Wind heute entgegen unserer Fahrtrichtung. Also haben wir entschieden, ein Stück durch Hannover mit dem Zug abzukürzen. So ging es für unsere Verhältnisse viel zu schnell durch Hannover durch.

Mit dem Rad im Zug

Wir stiegen aber in Haste aus, um noch ein paar Kilometer bis nach Stadthagen zu radeln, wo wir am späten Nachmittag in der Gärtnerei von Ute und Andrea ankamen.

Willkommen auf der Biolandgemüsegärtnerei Strakerjahn!

Dort durften wir uns das Gemüse in den Gewächshäusern und auf den Feldern anschauen, leckere Kartoffeln mit Kräuterquark und Salat essen und einen unterhaltsamen Abend mit den Gärtnerinnen verbringen.


Wir machten uns am Mittwochmorgen erst Frühstück, als Ute und Andrea schon am Arbeiten waren, dann sagten wir den beiden noch tschüss. Fast wären die beiden auf unseren Fahrrädern davon gefahren, aber dann machten doch wir beide uns auf den Weg.

Ute und Andrea packten an dem Morgen Märkte, Karin und Simon radelten dann weiter


Auf nach Löhne, die Stadt, in der wir die zwei Jahre vor unserer Radreise gewohnt haben, in der Simon aufgewachsen ist und in der die für uns beste Gemüsegärtnerei steht. Wir fuhren durchs Weserbergland und grüßten den Wilhelm aufm Berg vom Teutoburger Wald.

Da steht der Wilhelm aufm Berg

In Werste machten wir die 21000 Kilometer voll, das wird wohl die letzte Zahl mit drei Nullen auf dieser Reise bleiben…

Das letzte Selfie mit dem Tacho…

Und dann kamen sogar Karin irgendwann die Straßen bekannt vor und wir sahen erst von der Ferne und dann ganz nah einen Acker der Ulenburg.

Daaa wächst Ulenburger Porree/Lauch


Da standen wir schon bei Simons Papa in der Wohnung und freuten uns! Und kurz danach fuhren wir auf den Hof der Gärtnerei Ulenburg ein und freuten uns noch mehr!

Hier sind wir schon oft auf den Hof gefahren, aber nie mit vollbepackten Rädern auf dem Weg durch die Welt…

Wir hatten nicht Bescheid gesagt, dass wir heute hier ankommen würden und deshalb war die Überraschung groß! Vielleicht gab es auch die ein oder andere Freudenträne… Wir wurden willkommen geheißen und genossen die Mittagspause mit den Menschen und dem Essen in vollen Zügen!

Darauf hatten wir uns schon sehr lange gefreut! Nach der Mittagspause durfte Karin sogar die Spülmaschine einräumen und danach bekamen wir eine kleine Führung über die Gemüseäcker. Wie lecker frisch geernteter Fenchel ist!

Wiedersehen, Wirsing!

Nach Feierabend unterhielten wir uns noch mit den Kolleg*innen bei einem Glas Limo in der Gärtnerei über das Gemüse, die Maschinen und was so passiert ist in der letzten Zeit. Abends kochten wir bei unseren warmshowers-hosts, die gleichzeitig Simons Eltern sind, leckerste Kartoffeln mit noch leckererem Spinat!

Auf dem Fahrrad ist immer noch Platz für Gemüse


Abends besuchten wir noch Simons Schwester Katrin, die dieses Jahr von zuhause ausgezogen ist und uns ihr neues Zimmer zeigte

Am Donnerstag machten wir uns nach dem Ausschlafen und Frühstücken mit den unbeladenen Fahrrädern auf in die Gärtnerei, denn wir hatten wichtige Dinge zu tun, nicht nur Karins Tretlager wechseln.

Hier in der Halle der Gärtnerei konnten wir das Tretlager, das wir natürlich auch als Ersatzteil dabei hatten, wechseln

Wir schlenderten durch die Gärtnerei, naschten Tomaten und retteten noch ein paar Gurken, für die der Herbst gekommen war und genossen den Geruch von frischem Gemüse!


Abends gab es Wirsing-Möhrensuppe, besuchten noch Freunde und genossen es, in Löhne Zeit mit Simons Familie zu verbringen.

Wer dieses Lied bis zum Ende anhört, findet auch endlich heraus, woher wir den Namen „fahrradfahrenfetzt“ haben

Hinterlasse einen Kommentar