Am Freitagvormittag haben wir uns schon wieder zu wichtigen Dingen verabredet… Mittags fuhren wir wieder voll beladen zur Mittagspause in die Gärtnerei und wurden danach von Martin, einem guten Freund, dort abgeholt. Er radelte mit uns bis zu ihm nach Hause, nach Bielefeld.



In Bielefeld hatten er und seine Freundin Sabrina uns eingeladen, bei ihnen zu übernachten. Es war so schön, die beiden wieder live und in Farbe zu sehen, nach über einem Jahr! Wir wurden sehr gut gepflegt mit Pizza und Flammkuchen, eine italienisch-französische Liaison quasi. Da wir alle nicht mehr tanzen gehen wollten, gingen wir schlafen, als uns die Augen zufielen.
Als unser Freizeitwecker klingelte, stand der Esstisch schon voll mit Frühstück und wir waren begeistert! Frische Brötchen, Butter, Honig und selbstgemachte Marmeladen hatten wir wirklich viel zu lange nicht mehr! Sabrina hatte große Pläne für den Tag, aber Martin begleitete uns noch ein Stück.


So konnten wir uns gemeinsam mit Martin über Fahrradstraßen freuen und uns bei Baustellen fragen, “wie sie sich das jetzt für die Fahrradfahrer*innen gedacht haben”.
In Harsewinkel nahm Martin einen anderen (Rad)weg und wir fuhren wieder zu zweit weiter.

Es ging weiter über Radwege, wir überholten eine E-Bike-Gruppe (Yeah!) und kamen nachmittags in Münster an, wo die nächsten guten Freunde auf uns warteten.
Christoph hat schon im Kindergarten mit Simon gespielt und wir waren uns einig, dass wir uns jetzt bald wieder öfter sehen müssen! Wir wurden mit Waffeln empfangen, worüber wir Radler*innen uns sehr freuten! Dann machten wir einen Spaziergang am Aasee bis in den Sonnenuntergang.

Abends gingen wir noch in der alten Fleischerei veganes Gulasch essen und gingen auch schlafen, als uns die Augen zufielen.
Am Sonntag, den 15.9. gab es wieder sehr leckeres Frühstück mit Christoph und Julia, wir werden wirklich zu gut versorgt. Die beiden fahren auch gerne Fahrrad, denn Fahrradfahren fetzt, und so fuhren die beiden mit uns noch ein Stück am Kanal entlang.


Weiter ging es wieder zu zweit, nun durch Nordrhein-Westfalen bis nach Dülmen, wo die nächsten zwei Highlights auf uns warteten: Hannah und Maik wohnen gerade in Dülmen und haben uns zum Mittagessen eingeladen. So trafen wir die beiden das vierte Mal auf unserer Radreise!
Zum Mittagessen gab es die Dinos, von denen uns Maik immer wieder vorgeschwärmt hatte. Und er hat nicht zu viel versprochen. Auch Maiks Kartoffelbrei war sehr lecker!

Nach dem Mittagessen und dem Austauschen der Fragen, die man als Radreisende zurück in Deutschland so kriegt, ließen sich die beiden nicht lumpen und radelten mit geliehenen Fahrrädern ein Stück mit uns. Erst auf asphaltierten Radwegen, dann mitten durch den Wald.

An einem Bahnübergang, der gefühlt öfter geschlossen als geöffnet war, drehten die beiden dann um und wir setzten unseren Weg fort nach Dorsten, wo wir über warmshowers bei Gabi übernachten durften. Sie wohnt in einem tollen Haus, indem 3 Familien halb-WG-mäßig zusammen wohnen und sich immer gegenseitig aushelfen. Dieses Konzept gefiel uns sehr gut! Gabi hatte schon Suppe für uns vorbereitet und erzählte uns von all den anderen Radlern, die schon bei ihr vorbeigeradelt sind. Wir konnten auch ein paar Geschichten aus der Welt erzählen, bevor wir schlafen gingen.
Am Montag, den 16.9. durften wir uns nach dem Frühstück noch in Gabis Gästebuch eintragen, das dann noch mit einem Foto von uns bestückt wird.

Gabi gab uns noch Tipps, wie wir am besten nach Wesel fahren können. Auf dem Weg dorthin erlebten wir ein Highlight: Wir sahen von Weitem ein Dreirad mit einem Hundekorb hintendrauf und fuhren hinterher. Als wir uns dem Gefährt näherten und der Hund im Korb uns sah, bellte er und daraufhin fuhr die Fahrerin an die Seite des Radwegs, damit wir passieren konnten. Als wir vorbeifuhren, sahen wir die Blindenbinde am Arm der Fahrerin und waren begeistert von diesem Konzept!

Wir hatten erfahren, dass in Karins entfernter Familie ein geliebter Mensch gestorben ist und wir fühlten, dass es gut wäre, bei der Beisetzung dabei zu sein und dort zu helfen, wo es uns möglich ist.
Deshalb kürzten wir eine große Strecke mit dem Zug ab.


Wir wollten aber heute abend noch einen Zwischenstopp in Mainz, bei Max Schradi und seiner Freundin Eva machen. In Wesel stiegen wir also mit unseren Fahrrädern in den Zug, stiegen einmal um, und waren abends in Mainz, wo wir noch einen kleinen Hügel rauf zu Max und Eva radelten. Hier war gerade noch eine andere Freundin der beiden, die gerade aus der Mongolei kam und spannende Geschichten erzählte. Wir machten zusammen wraps und hatten viel zu quatschen. Leider vergaßen wir vor lauter Gesprächen, ein Foto zu machen…


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