In den nächsten zwei Tagen, wie auch schon in den letzten Tagen, waren die Wege nicht das Interessante, sondern die Begegnungen mit den Menschen. Daher haben wir wenig Bilder von der Landschaft, außer natürlich ein paar landwirtschaftlichen Sehenswürdigkeiten ;-).
Immer wieder halten Menschen an und machen Selfies mit uns. Die sind jetzt alle auf den iranischen Handys… Und außerdem wollen wir nicht einfach Fotos von Menschen veröffentlichen, die wir nicht gefragt haben.
Am Freitagmorgen frühstückten wir noch mit einigen von den Gästen im Hotel und fuhren dann wieder weiter. Ab jetzt ging es die 0% Gefälle wieder „runter“, also mit ganz leichtem Gefälle durch die Felder und Dörfer.



In unserer Mittagspause in einem kleinen Park fuhr erst ein junges Paar an uns vorbei, das uns Bananen gab. Kurz danach kamen zwei Jungs, die bestimmt noch keine 16 Jahre alt waren, auf einem Moped vorbei und wollten uns unbedingt eine ganze Tüte voll mit Äpfeln schenknen, die wir nicht ablehnen durften. Also essen wir jetzt mindestens einen Apfel täglich!
Abends fanden wir einen schönen Platz für unser Zelt in einer Traubenplantage. Es sind hier ja keine Weinberge, denn Alkohol ist im Iran ja verboten. Man kann ja so vieles aus Trauben machen: Rosinen, Traubensaft, Traubenmarmelade, eine Traubenlimonade, oder einfach so essen…
Als wir gerade das Zelt auspacken wollten, kam der Besitzer der Plantage vorbei. Wir fragten, ob wir hier zelten dürften. Erst sagte er ja, dann sagte er, wir sollen doch lieber mit zu ihm und seiner Frau nach Hause im Dorf nebenan kommen. Wir wollen aber keine Mühe machen und gerne in der Natur schlafen, aber das wurde nicht so ganz akzeptiert 😉
Er zeigte uns dann noch ein Häuschen, das bei der Plantage stand, indem wir doch wenigstens vor der Kälte beschützt schlafen könnten. Wir willigten ein, legten unsere Isomatten und Schlafsäcke aus und waren schon kurz danach eingeschlafen. Am nächsten Morgen kamen er und seine Frau, um uns zum Frühstück in ihr Haus im Dorf nebenan mitzunehmen. Sie erzählten uns, dass sie spät abends nochmal da waren, um uns zum Abendessen abzuholen, aber wir hatten so tief geschlafen, dass wir nichts mitbekommen hatten.
Wir fuhren also zu ihrem Haus, wo wir leckeres iranisches Frühstück mit Brot (Sangak, wieder ein anderes Brot), Butter, Frischkäse, Sahne, Traubengelee, Walnüssen, Datteln und natürlich Tee bekamen. Sie boten uns auch an, noch bis zum Mittagessen zu bleiben, aber wir wollten ja gerne weiter. Also fuhren wir wieder zu unseren Fahrrädern im Gartenhaus. Dort packten wir wieder alles zusammen und fuhren mit unseren Fahrrädern weiter. Es ging wieder auf der großen Straße weiter, die sich flach durch die Landschaft schlängelt.

Und kurz danach fanden wir noch Blumenkohl unter Birnbäumen, also quasi Agroforstwirtschaft.
Nadhmittags kamen wir in Alvand an, wo eine iranische Freundin, die wir in der Türkei getroffen hatten, wohnt, und uns eingeladen hatte. Falls jemand fragt: Wir haben sie nur tagsüber besucht und natürlich in einem Hotel in der Stadt übernachtet.


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