Am Donnerstag, den 30.11.23 wachten wir mit der Sonne um 7 Uhr auf und Hannah hatte heute keinen Platten! Wir fuhren wieder los, nur Mathias wollte nochmal im Meer baden gehen und blieb zurück. Wir anderen fuhren erstmal einen Hügel hoch, der bei ca. 30 Grad doch ziemlich anstrengend war. Dann ging es wieder runter, wieder hoch und so weiter. Schon am Abend zuvor sahen wir ein großes Feuer in der Ferne und heute sahen wir, woher es kam. Wir fuhren heute ca. 60 Kilometer an Erdöl-Raffinerien vorbei und gefühlt brannten die ganzen Berge links und das Meer rechts…

Zwischendrin fanden wir glücklicherweise mal ein Dorf, wo wir Mittagessen kaufen konnten und danach auch gleich am Meer zwischen Bäumen essen konnten. Dann ging es wieder weiter durch die Raffinerie-Welt, teilweise mit echt schlechter Luft. Ansonsten war die Strecke nach der Mittagspause eigentlich ganz schön, immer wieder kleine Huckel, die man mit dem Schwung vom letzten Huckel erklimmen konnte.

Gegen 15 Uhr trafen wir die anderen drei wieder und konnten uns an die Schlafplatzplanung machen. Wir mussten noch die letzten zehn Kilometer durch die brennende Landschaft zurücklegen und dann kamen wir an einem Mangrovenwald vorbei. Zwischen Mangroven und Strand fanden wir wieder mal einen wunderschönen Platz für unsere Zelte. Wir konnten sogar noch ungesehen von anderen baden gehen und machten abends noch ein gemütliches Lagerfeuer.

Am Freitag ist ja Sonntag im Iran und da machen iranische Familien gerne Picknick an schönen Orten. Für uns begann der erste Dezember mit einem tolle Blick beim Öffnen des Türchen des Zelts und dann gab es Maiks Porridge. Wir fuhren bis zum nächsten Supermarkt, kauften leckere Sachen und fuhren weiter. Es ging teilweise am Meer entlang, teilweise etwas weiter im Land. Da kamen wir an grünen Landschaften mit hin und wieder Bäumen vorbei, wo wir immer wieder Familien bei Picknicks sahen.

Wir hatten leider noch kein Brot für die Mittagspause, daher fuhren wir in ein Dorf, wo wir Brot und Frischkäse fanden und kurz danach im Dorf Mittagspause im Schatten machten. Es war uns allen ziemlich warm, aber wir rafften uns auf, weiter zu radeln. Karin hatte heute nicht so viel Energie, um schnell zu radeln, aber wir wollten abends gerne wieder am Meer zelten, also wollten wir noch einige Kilometer machen. Es ging vorbei an Tomatenfeldern, die Tomaten wurden gerade erst gepflanzt.
Erst wartete noch die Überquerung einer Bergkette, zum Glück nicht allzu hoch und die Abfahrt war durch den Wind sehr erfrischend.

Dann ging es noch wenige Kilometer an der Küste entlang, bis wir einen schönen Zeltplatz mit Meerzugang fanden.

Wir kühlten uns im Meer ab, kochten Abendessen und schliefen beim Meeresrauschen ein.

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