Der 19.2.24, ist in Maharashtra ein Feiertag, weil es der 394ste Geburtstag von Shivaji Maharaj ist, wir haben aber nichts davon mitbekommen. Für uns ging es an diesem Tag erstmal ein paar mal um die 70 Höhenmeter durch Mangoplantagen hoch und runter.

Dann fuhren wir lange oben in der Ebene, bis es mittags wieder leckeres Thali (also ein bunter Teller) für uns gab. Wir hatten schon vorher erfahren, dass eine Brücke nah am Meer gesperrt war, weshalb wir weiter im Landesinneren auf der Ebene weiterfuhren.

Dort fanden wir ein schönes Café mit Ausblick, das sunset café, wo wir noch einen Chai tranken. Die Besitzerin erzählte uns, dass hier jeden Tag Fahrradfahrende vorbeikommen. Es ist hier wohl eine beliebte Strecke von Mumbai nach Goa…
Aus mittlerweile mehreren Mangoplantagen hörten wir Stimmen rufen, die in immer gleichen Abständen zu hören waren. Wir vermuteten, dass das gegen Affen in den Mangoplantagen ist.

Wir sahen unterwegs auch immer wieder ein paar Affen, die sich aber schnell versteckten, wenn wir anhielten und die Kamera rausholten. Am Abend fuhren wir so lange, bis wir keine Lust mehr hatten und waren dann bei 90 Kilometern, als wir oben einen schönen Platz für unser Zelt in einem kleinen Mangogarten fanden. Es wirkte zwar ruhig, aber still ist es hier nie. Wir hörten Hupen von der Straße, einen Bagger oder ähnliches, irgendwo sang ein Muezzin und später erklang noch irgendwo Musik. Aber alles nicht wirklich laut, sodass wir gut schlafen konnten.
Am Dienstag wachten wir zwar mit Wecker, aber auch mit Vogelgezwitscher im Zelt auf und konnten mit Blick auf die Natur um uns herum frühstücken.

Dann führte uns unser Weg wieder viel oben auf der Ebene, aber auch immer wieder runter bis zu Brücken über Flüsse, von wo der Blick jedes Mal wieder wunderschön war.

Ungefähr um 10 Uhr hatten wir Lust auf ein zweites Frühstück und aßen Poha, ein indisches Frühstücksgericht aus Reisflocken mit Gewürzen, Chili, ein paar Erdnüssen und einem Stück Zitrone und tranken einen Chai dazu. Dann radelten wir wieder ein paar Hügel hoch und runter, bis wir um 12 wieder hungrig waren. Da noch kein Mittagessen in Sicht war, tranken wir einen frisch gepressten Zuckerrohrsaft. Diesen gibt es hier an vielen Ecken, und man findet die Stände leicht, weil die meisten Glöckchen am Motor haben, die die ganze Zeit klingeln. Ob das nervt? Uns ja, alle anderen wohl nicht…


Mittags gab es dann endlich Mittagessen, wo wir mal wieder ein Selfie mit einem kleinen Jungen machen sollten. Ob der Junge oder sein Vater das wollte, haben wir nicht herausbekommen…

Dann fuhren wir wieder durch viele Mangoplantagen, heute sahen wir dreimal, wie die Plantagen gespritzt wurden. Alle einfach direkt neben der Straße, keiner ist geschützt, wir auch nicht…


Dann ist es nicht mehr weit bis Malvan, einem schon touristischen Dorf (wir kommen Goa näher). Wir gehen nicht ins Hotel Simon King, sondern in ein anderes, günstiges, mit Klimaanlage UND Balkon.

Als wir abends zum Strand laufen, ist wie immer richtig viel los auf den Straßen und wir müssen daran denken, wie uns vor ein paar Tagen jemand erzählt hat: „Ich hab Verwandte, die sind jetzt in Deutschland die haben erzählt, da gibt es Wege, nur für Fußgänger!” – Ja, Gehwege wünschen wir uns oft!


Am Mittwoch gab es auf dem Balkon gekochtes Porridge mit Tee, bevor es so ziemlich den ganzen Tag wieder hoch und runter ging.
Und plötzlich war es soweit: Uns kamen weiße Menschen auf Mopeds entgegen, die wenig hupen. Wir waren als im Bundesstaat Goa angekommen, der für seine schönen Strände, Yoga-Zentren und entspanntes Leben bekannt ist. Deshalb sind hier ziemlich viele internationale Touristen.







Als wir uns durch die bemalten Straßen mit all den Mopeds geschlängelt hatten, schoben wir die Räder noch ein Stück am Strand entlang, weil es so Spaß macht…


Und dann waren wir in Arambol, wo wir in einer Hütte direkt am Strand mit Strandcafe nebenan relaxen…


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