(83) Banana pancakes

Der 19.2.24, ist in Maharashtra ein Feiertag, weil es der 394ste Geburtstag von Shivaji Maharaj ist, wir haben aber nichts davon mitbekommen. Für uns ging es an diesem Tag erstmal ein paar mal um die 70 Höhenmeter durch Mangoplantagen hoch und runter.

Wieder mal ein toller Blick aufs Meer…

Dann fuhren wir lange oben in der Ebene, bis es mittags wieder leckeres Thali (also ein bunter Teller) für uns gab. Wir hatten schon vorher erfahren, dass eine Brücke nah am Meer gesperrt war, weshalb wir weiter im Landesinneren auf der Ebene weiterfuhren.

Um die Mangobäume ist hier oft eine Mauer

Dort fanden wir ein schönes Café mit Ausblick, das sunset café, wo wir noch einen Chai tranken. Die Besitzerin erzählte uns, dass hier jeden Tag Fahrradfahrende vorbeikommen. Es ist hier wohl eine beliebte Strecke von Mumbai nach Goa…

Aus mittlerweile mehreren Mangoplantagen hörten wir Stimmen rufen, die in immer gleichen Abständen zu hören waren. Wir vermuteten, dass das gegen Affen in den Mangoplantagen ist.

Wir sahen unterwegs auch immer wieder ein paar Affen, die sich aber schnell versteckten, wenn wir anhielten und die Kamera rausholten. Am Abend fuhren wir so lange, bis wir keine Lust mehr hatten und waren dann bei 90 Kilometern, als wir oben einen schönen Platz für unser Zelt in einem kleinen Mangogarten fanden. Es wirkte zwar ruhig, aber still ist es hier nie. Wir hörten Hupen von der Straße, einen Bagger oder ähnliches, irgendwo sang ein Muezzin und später erklang noch irgendwo Musik. Aber alles nicht wirklich laut, sodass wir gut schlafen konnten.

Am Dienstag wachten wir zwar mit Wecker, aber auch mit Vogelgezwitscher im Zelt auf und konnten mit Blick auf die Natur um uns herum frühstücken.

Heute haben wir einen Jackfruit-Baum gesehen. Diese sind noch nicht reif. Wenn sie reif sind, kann es passieren, dass die Früchte einfach herunterfallen.

Dann führte uns unser Weg wieder viel oben auf der Ebene, aber auch immer wieder runter bis zu Brücken über Flüsse, von wo der Blick jedes Mal wieder wunderschön war.

Einfach schön, dieser Blick auf Fluss, Palmen und Mangroven!

Ungefähr um 10 Uhr hatten wir Lust auf ein zweites Frühstück und aßen Poha, ein indisches Frühstücksgericht aus Reisflocken mit Gewürzen, Chili, ein paar Erdnüssen und einem Stück Zitrone und tranken einen Chai dazu. Dann radelten wir wieder ein paar Hügel hoch und runter, bis wir um 12 wieder hungrig waren. Da noch kein Mittagessen in Sicht war, tranken wir einen frisch gepressten Zuckerrohrsaft. Diesen gibt es hier an vielen Ecken, und man findet die Stände leicht, weil die meisten Glöckchen am Motor haben, die die ganze Zeit klingeln. Ob das nervt? Uns ja, alle anderen wohl nicht…

Dieser Stand hatte zum Glück keine Glöckchen
Während des Genießens konnten wir diese Kuh in der Garage beobachten

Mittags gab es dann endlich Mittagessen, wo wir mal wieder ein Selfie mit einem kleinen Jungen machen sollten. Ob der Junge oder sein Vater das wollte, haben wir nicht herausbekommen…

Der Fahrradcomputer musste in der Mittagspause in der Sonne leiden…

Dann fuhren wir wieder durch viele Mangoplantagen, heute sahen wir dreimal, wie die Plantagen gespritzt wurden. Alle einfach direkt neben der Straße, keiner ist geschützt, wir auch nicht…

Das kriegt das Wort Mango-Cocktail ne neue Bedeutung…
In ganz Indien nutzen Bäuerinnen und Bauern syngenta…

Dann ist es nicht mehr weit bis Malvan, einem schon touristischen Dorf (wir kommen Goa näher). Wir gehen nicht ins Hotel Simon King, sondern in ein anderes, günstiges, mit Klimaanlage UND Balkon.

Hier konnten die Fahrräder auch gut und sicher schlafen

Als wir abends zum Strand laufen, ist wie immer richtig viel los auf den Straßen und wir müssen daran denken, wie uns vor ein paar Tagen jemand erzählt hat: „Ich hab Verwandte, die sind jetzt in Deutschland  die haben erzählt, da gibt es Wege, nur für Fußgänger!” – Ja, Gehwege wünschen wir uns oft!

Gehwege? Gibt es hier nicht, die Straße muss für alle da sein
Na, möchte jemand eine Runde Jetski fahren? Wir genießen das Meer lieber von außen

Am Mittwoch gab es auf dem Balkon gekochtes Porridge mit Tee, bevor es so ziemlich den ganzen Tag wieder hoch und runter ging.

Und plötzlich war es soweit: Uns kamen weiße Menschen auf Mopeds entgegen, die wenig hupen. Wir waren als im Bundesstaat Goa angekommen, der für seine schönen Strände, Yoga-Zentren und entspanntes Leben bekannt ist. Deshalb sind hier ziemlich viele internationale Touristen.

In einem Dorf am Fluss unten war heute ein Cricket-Spiel (oder mehrere) mit Musik und Kommentator und vielen Menschen in Trikots
Was ist besser als unter Palmen? – mit den Fahrrädern über den Palmen 🙂
Es gibt hier ja doch eine Mittelstreifenmarkierung- manchmal 😉
Hier wurde die Straße neu gemacht. Auf dem Foto verteilen Männer Split auf die ganz frische Fahrbahndecke. Wir freuten uns alle, dass sie eine kleine Pause machten, als wir vorbeifuhren
Und wieder mal ging es über eine schöne Brücke mit Aussicht
Zum Mittagessen gab es wieder mal Thali. Heute wieder mit Nachtisch, der süßen gelben Nudelsuppe links auf dem Teller

Hier in Goa sind an vielen Stellen die Straßen so bemalt

Als wir uns durch die bemalten Straßen mit all den Mopeds geschlängelt hatten, schoben wir die Räder noch ein Stück am Strand entlang, weil es so Spaß macht…

Ja klar sind unsere Fahrräder auch sandtauglich…
Der Blick vom Strandcafé…

Und dann waren wir in Arambol, wo wir in einer Hütte direkt am Strand  mit Strandcafe nebenan relaxen…

… und essen chocolate banana pancakes

2 Antworten zu „(83) Banana pancakes“

  1. Avatar von Luitgard Pfundstein
    Luitgard Pfundstein

    Auf dem Bild sind nur Bauern. Bäuerinnen gibt es offensichtlich nicht. Sonnentage ist nur für Männer. Wart ihr auch im Meer?
    Liebe Grüße
    Eine Bäuerin

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  2. Avatar von fahrradfahrenfetzt
    fahrradfahrenfetzt

    Wahrscheinlich sind die Bäuerinnen hier nicht für den Spritzmitteleinkauf zuständig und deshalb auf dem Bild unterrepräsentiert (Wobei wir gemeint haben, drei Frauen erkannt zu haben). Ja, wir waren schon im Meer, das Wasser fühlt sich nicht kalt an

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